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Verordnung über sachliche Zuständigkeiten für die Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten (ZustVO-OWi)
Vom 17. November 2014 (Nds. GVBl. Nr. 23/2014 S. 311), geändert durch VO vom 29.8.2017 (Nds. GVBl. Nr. 17/2017 S. 275) und Art. 4 des Gesetzes vom 25.9.2017 (Nds. GVBl. Nr. 19/2017 S. 340) - VORIS 20120 -

§ 1
Regelzuständigkeit

(1) Die sachliche Zuständigkeit der Verwaltungsbehörde für die Verfolgung und Ahndung einer Ordnungswidrigkeit richtet sich nach den Absätzen 2 bis 4, soweit in den §§ 2 bis 7 nichts Abweichendes bestimmt ist.

(2) Besteht die Zuwiderhandlung darin, dass jemand

  1. ohne die erforderliche Erlaubnis, Bewilligung, Genehmigung oder sonst zulassende Verwaltungsentscheidung gehandelt hat,
  2. einem Verwaltungsakt oder einer Nebenbestimmung zu einem Verwaltungsakt zuwidergehandelt hat oder
  3. den Erlass eines Verwaltungsaktes unter Verletzung verfahrensrechtlicher Vorschriften herbeigeführt hat,

so ist die für den Erlass des Verwaltungsaktes zuständige Behörde zuständig.

(3) Besteht die Zuwiderhandlung darin, dass jemand eine Mitwirkungspflicht nicht erfüllt hat, so ist die zur Entgegennahme der Mitwirkungshandlung zuständige Behörde zuständig. Zu den Mitwirkungspflichten gehören insbesondere Auskunfts-, Anzeige-, Mitteilungs-, Erklärungs-, Duldungs- und Meldepflichten.

(4) Liegt weder ein Fall des Absatzes 2 noch des Absatzes 3 vor, so ist die Behörde zuständig, die die Einhaltung der Vorschrift zu überwachen hat, gegen die sich die Zuwiderhandlung richtet.

§ 2
Zuständigkeit von Landesbehörden

Zuständig für die Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten sind

  1. das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit bei Zuwiderhandlungen
    a) nach § 22 des Niedersächsischen Pressegesetzes vom 22. März 1965 (Nds. GVBl. S. 9), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 11. Oktober 2010 (Nds. GVBl. S. 480),
    b) nach § 49 Abs. 1 Satz 2 Nrn. 13 bis 16 des Rundfunkstaatsvertrages vom 31. August 1991 (Nds. GVBl. S. 311), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Staatsvertrages vom 15./21. Dezember 2010 (Nds. GVBl. S. 186),
    c) nach den §§ 119 und 120 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten in der Fassung vom 19. Februar 1987 (BGBl. I S. 602), zuletzt geändert durch Artikel 18 des Gesetzes vom 10. Oktober 2013 (BGBl. I S. 3786), soweit diese im Zusammenhang mit dem Angebot eines Dienstes nach § 1 Abs. 1 des Telemediengesetzes vom 26. Februar 2007 (BGBl. I S. 179), zuletzt geändert durch Gesetz vom 31. Mai 2010 (BGBl. I S. 692), begangen werden,
    d) nach § 16 Abs. 1 und 2 Nr. 1 des Telemediengesetzes,
    e) nach § 5 des Zugangskontrolldiensteschutz-Gesetzes vom 19. März 2002 (BGBl. I S. 1090), geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 26. Februar 2007 (BGBl. I S. 179);
  2. die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bei Zuwiderhandlungen nach § 58 des Luftverkehrsgesetzes in der Fassung vom 10. Mai 2007 (BGBl. I S. 698), zuletzt geändert durch Artikel 2 Abs. 175 des Gesetzes vom 7. August 2013 (BGBl. I S. 3154), und daneben auf den Verkehrsflughäfen Hannover-Langenhagen und Braunschweig-Wolfsburg als Verfolgungsbehörde die Beauftragten für Luftaufsicht für die Anordnung von Sicherheitsleistungen und die Anordnung, eine Person für den Empfang von Zustellungen zu bevollmächtigen (§ 132 Abs. 1 der Strafprozessordnung in Verbindung mit § 46 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten);
  3. die Landesstatistikbehörde bei Zuwiderhandlungen
    a) nach § 23 des Bundesstatistikgesetzes vom 22. Januar 1987 (BGBl. I S. 462, 565), zuletzt geändert durch Artikel 13 des Gesetzes vom 25. Juli 2013 (BGBl. I S. 2749),
    b) nach § 13 des Niedersächsischen Statistikgesetzes vom 27. Juni 1988 (Nds. GVBl. S. 113), zuletzt geändert durch Artikel 8 des Gesetzes vom 16. Dezember 2004 (Nds. GVBl. S. 634);
  4. die Staatlichen Gewerbeaufsichtsämter bei Zuwiderhandlungen
    a) nach § 7 des Benzinbleigesetzes vom 5. August 1971 (BGBl. I S. 1234), zuletzt geändert durch Artikel 58 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407),
    b) nach § 15 Abs. 1 Nr. 1 des Energieverbrauchskennzeichnungsgesetzes vom 10. Mai 2012 (BGBl. I S. 1070) in Verbindung mit § 7 der Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung vom 28. Mai 2004 (BGBl. I S. 1037), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 10. Mai 2012 (BGBl. I S. 1070);
  5. die Staatsanwaltschaften bei Zuwiderhandlungen
    a) nach § 115 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten,
    b) nach § 20 des Rechtsdienstleistungsgesetzes vom 12. Dezember 2007 (BGBl. I S. 2840), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 1. Oktober 2013 (BGBl. I S. 3714);
  6. das Landesamt für Denkmalpflege bei Zuwiderhandlungen nach § 84 Abs. 1 und 2 Nr. 1 des Kulturgutschutzgesetzes vom 31. Juli 2016 (BGBl. I S. 1914), geändert durch Artikel 6 Abs. 13 des Gesetzes vom 13. April 2017 (BGBl. I S. 872), es sei denn, dass Kulturgut betroffen ist, das Archivgut im Sinne des § 2 Abs. 2 des Niedersächsischen Archivgesetzes vom 25. Mai 1993 (Nds. GVBl. S. 129), geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 5. November 2004 (Nds. GVBl. S. 402), ist (archivisches Kulturgut).

§ 3
Zuständigkeiten der Landkreise und kreisfreien Städte

(1) Die Landkreise und kreisfreien Städte sind zuständig für die Verfolgung und Almdung von Ordnungswidrigkeiten bei Zuwiderhandlungen

  1. nach den §§ 127 und 128 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten;
  2. nach § 18 Abs. 1 Nrn. 1 bis 9 des Gesetzes über das Leichen-, Bestattungs- und Friedhofswesen vom 8. Dezember 2005 (Nds. GVB1. S. 381);
  3. nach § 18 des Tierschutzgesetzes in der Fassung vom 18. Mai 2006 (BGBl. I S. 1206, 1313), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 28. Juli 2014 (BGBl. I S. 1308), auch in Verbindung mit einer nach diesem Gesetz erlassenen Verordnung;
  4. nach § 41 des Niedersächsischen Jagdgesetzes vom 16. März 2001 (Nds. GVB1. S. 100), zuletzt geändert durch Artikel 14 des Gesetzes vom 13. Oktober 2011 (Nds. GVB1. S. 353), auch in Verbindung mit einer nach diesem Gesetz erlassenen Verordnung;
  5. nach § 32 Abs. 1 und 2 des Tiergesundheitsgesetzes vom 22. Mai 2013 (BGBl. I S. 1324), auch in Verbindung mit einer nach diesem Gesetz erlassenen Verordnung;
  6. nach § 111 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Vierten Buchs des Sozialgesetzbuchs in der Fassung vom 12. November 2009 (BGBl. I S. 3710, 3973; 2011 I S. 363), zuletzt geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom 11. August 2014 (BGBl. I S. 1348);
  7. nach § 85 des Zehnten Buchs des Sozialgesetzbuchs in der Fassung vom 18. Januar 2001 (BGBl. I S. 130), zuletzt geändert durch Artikel 10 des Gesetzes vom 11. August 2014 (BGBl. I S. 1348);
  8. nach § 121 Abs. 1 Nrn. 1, 5 und 6 des Elften Buchs des Sozialgesetzbuchs vom 26. Mai 1994 (BGBl. I S. 1014), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21. Juli 2014 (BGBl. I S. 1133);
  9. nach § 17 des Gesetzes über das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen vom 7. Dezember 2012 (Nds. GVBl. S. 550);

    9 a. nach § 32 des Gesetzes über das Klinische Krebsregister Niedersachsen vom 25. September 2017 (Nds. GVBl. S. 340);
  10. nach § 20 des Transplantationsgesetzes in der Fassung vom 4. September 2007 (BGBl. I S. 2206), zuletzt geändert durch Artikel 5 d des Gesetzes vom 15. Juli 2013 (BGBl. I S. 2423);
  11. nach § 23 des Straßenverkehrsgesetzes.

(2) Die Zuständigkeit nach Absatz 1 Nrn. 2 und 10 ist der Region Hannover gegenüber der Landeshauptstadt Hannover vorbehalten.

§ 4
Zuständigkeit der Landkreise, kreisfreien Städte und großen selbständigen Städte

(1) Die Landkreise, kreisfreien Städte und großen selbständigen Städte sind zuständig für die Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten bei Zuwiderhandlungen

  1. nach den §§ 117 und 118 Abs. 1 Nm. 1, 2, 6 und 7 der Handwerksordnung in der Fassung vom 24. September 1998 (BGBl. I S. 3074; 2006 I S. 2095), zuletzt geändert durch Artikel 19 des Gesetzes vom 25. Juli 2013 (BGBl. I S. 2749);
  2. nach § 8 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. d und e sowie nach § 8 Abs. 1 Nr. 2 in Verbindung mit Nr. 1 Buchst. d und e des Schwarz-arbeitsbekämpfungsgesetzes vom 23. Juli 2004 (BGBl. I S. 1842), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 11. August 2014 (BGBl. I S. 1348);
  3. nach § 19 des Güterkraftverkehrsgesetzes (GüKG), soweit nicht nach § 21 Abs. 2 oder 3 GüKG das Bundesamt für Güterverkehr zuständig ist;
  4. nach § 9 Abs. 1 und 2 des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetzes (BKrFQG), soweit nicht nach § 9 Abs. 4 Satz 1 BKrFQG das Bundesamt für Güterverkehr zuständig ist.

(2) 1Auf Antrag kann das für Wirtschaft zuständige Ministerium einer selbständigen Gemeinde für deren Gebiet die Zuständigkeiten nach Absatz 1 Nrn. 1 und 2 übertragen, wenn die sachgemäße Erledigung gesichert ist und die Erfüllung der Aufgaben durch den Landkreis im Übrigen nicht beeinträchtigt wird. 2Die Übertragung kann zurückgenommen werden, wenn

  1. die Voraussetzungen für eine Übertragung nicht oder nicht mehr vorliegen,
  2. der Landkreis und die selbständige Gemeinde dies beantragen oder
  3. eine selbständige Gemeinde dies beantragt und anders eine wirtschaftliche Aufgabenerledigung nicht zu erreichen ist.

§ 5
Zuständigkeit der Landkreise, kreisfreien Städte, großen selbständigen Städte und selbständigen Gemeinden

Die Landkreise, kreisfreien Städte, großen selbständigen Städte und selbständigen Gemeinden sind zuständig für die Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten bei Zuwiderhandlungen

  1. nach den §§ 119, 120, 125 und 126 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten, soweit nicht nach § 2 Nr. 1 Buchst. c das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zuständig ist;
  2. nach § 176 des Niedersächsischen Schulgesetzes in der Fassung vom 3. März 1998 (Nds. GVB1. S. 137), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 19. Juni 2013 (Nds. GVBl. S. 165);
  3. nach § 103 des Handelsgesetzbuchs in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 4100-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geändert durch Artikel 13 des Gesetzes vom 15. Juli 2014 (BGBl. I S. 934);
  4. nach § 405 des Aktiengesetzes vom 6. September 1965 (BGBl. I S. 1089), zuletzt geändert durch Artikel 26 des Gesetzes vom 23. Juli 2013 (BGBl. I S. 2586);
  5. nach § 9 des Gesetzes über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 7142-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom 25. April 2007 (BGBl. I S. 594);
  6. nach § 8 des Gesetzes zur Regelung der Wohnungsvermittlung vom 4. November 1971 (BGBl. I S. 1745), zuletzt geändert durch Artikel 4 des Gesetzes vom 20. September 2013 (BGBl. I S. 3642);
  7. nach § 14 des Textilkennzeichnungsgesetzes in der Fassung vom 14. August 1986 (BGBl. I S. 1285), zuletzt geändert durch Artikel 2 Abs. 18 des Gesetzes vom 6. Juni 2013 (BGBl. I S. 1482);
  8. nach § 7 des Kristallglaskennzeichnungsgesetzes vom 25. Juni 1971 (BGBl. I S. 857), zuletzt geändert durch Artikel 2 Abs. 19 des Gesetzes vom 6. Juni 2013 (BGBl. I S. 1482);
  9. nach § 146 Abs. 2 Nr. 1 der Gewerbeordnung in der Fassung vom 22. Februar 1999 (BGBl. I S. 202), zuletzt geändert durch Artikel 11 des Gesetzes vom 11. August 2014 (BGBl. I S. 1348), in Verbindung mit § 6 der Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung vom 12. März 2010 (BGBl. I S. 267), soweit die Zuständigkeit nicht durch Bundesrecht geregelt wird;
  10. nach § 147 b der Gewerbeordnung;
  11. nach § 152 des Genossenschaftsgesetzes in der Fassung vom 16. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2230), zuletzt geändert durch Artikel 8 des Gesetzes vom 15. Juli 2013 (BGBl. I S. 2379);
  12. nach § 111 a des Urheberrechtsgesetzes vom 9. September 1965 (BGBl. I S. 1273), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 1. Oktober 2013 (BGBl. I S. 3728).

§ 6
Zuständigkeit der Gemeinden

Die Gemeinden sind zuständig für die Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten bei Zuwiderhandlungen

  1. nach den §§ 111, 117, 118 und 121 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten;
  2. nach § 12 Abs. 1 des Rundfunkbeitragsstaatsvertrages vom 15./21. Dezember 2010 (Nds. GVBl. 2011 S. 186);
  3. nach § 15 des Gesetzes über Titel, Orden und Ehrenzeichen in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 1132-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geändert durch Artikel 10 des Gesetzes vom 19. Februar 2006 (BGBl. I S. 334);
  4. nach den §§ 3 bis 5 des Wirtschaftsstrafgesetzes 1954 in der Fassung vom 3. Juni 1975 (BGBl. I S. 1313), zuletzt geändert durch Artikel 55 des Gesetzes vom 8. Dezember 2010 (BGBl. I S. 1864);
  5. nach § 62 des Niedersächsischen Fischereigesetzes vom 1. Februar 1978 (Nds. GVBl. S. 81, 375), zuletzt geändert durch Artikel 15 des Gesetzes vom 13. Oktober 2011 (Nds. GVBl. S. 353), auch in Verbindung mit einer nach diesem Gesetz erlassenen Verordnung, soweit die Gemeinde die Aufsicht über die Fischerei in den Binnengewässern führt;
  6. nach § 5 des Niedersächsischen Nichtraucherschutzgesetzes vom 12. Juli 2007 (Nds. GVBl. S. 337), geändert durch Gesetz vom 10. Dezember 2008 (Nds. GVBl. S. 380);
  7. nach § 5 Abs. 1 des Bundesnichtraucherschutzgesetzes (BNichtrSchG) vom 20. Juli 2007 (BGBl. I S. 1595), soweit nicht § 5 Abs. 3 BNichtrSchG die Zuständigkeit anders bestimmt hat;
  8. nach § 18 Abs. 1 Nrn. 10 bis 17 des Gesetzes über das Leichen-, Bestattungs- und Friedhofswesen.

§ 7
Weitere Zuständigkeiten

Für die Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten sind zuständig

  1. die Präsidentin oder der Präsident des Landtages bei Zuwiderhandlungen nach § 112 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten in Bezug auf Verstöße gegen Anordnungen des Landtages oder seiner Präsidentin oder seines Präsidenten;
  2. die Landkreise, kreisfreien Städte, großen selbständigen Städte und selbständigen Gemeinden sowie die Polizeidirektion Hannover anstelle der Landeshauptstadt Hannover bei Zuwiderhandlungen nach § 113 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten;
  3. die Gemeinden bei Zuwiderhandlungen nach § 37 des Niedersächsischen Brandschutzgesetzes (NBrandSchG) vom 18. Juli 2012 (Nds. GVBl. S. 269), geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 12. Dezember 2012 (Nds. GVBl. S. 589), bei Zuwiderhandlungen nach § 37 Abs. 1 Nr. 10 NBrandSchG jedoch die Landkreise und kreisfreien Städte sowie in ihrem Gebiet die kreisangehörigen Gemeinden mit Berufsfeuerwehr;
  4. die Landkreise, kreisfreien Städte, großen selbständigen Städte und selbständigen Gemeinden sowie in seinem Aufgabenbereich das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie bei Zuwiderhandlungen
    a) nach § 121 des Betriebsverfassungsgesetzes in der Fassung vom 25. September 2001 (BGBl. I S. 2518), zuletzt geändert durch Artikel 3 Abs. 4 des Gesetzes vom 20. April 2013 (BGBl. I S. 868),
    b) nach § 102 Abs. 1 Nrn. 1 bis 4, 7 und 8 des Berufsbildungsgesetzes vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), zuletzt geändert durch Artikel 22 des Gesetzes vom 25. Juli 2013 (BGBl. I S. 2749);
  5. die Landkreise und kreisfreien Städte bei Zuwiderhandlungen nach den §§ 24, 24 a und 24 c des Straßenverkehrsgesetzes, auch in Verbindung mit einer nach diesem Gesetz erlassenen Verordnung, jedoch
    a) nur der Landkreis Emsland bei Zuwiderhandlungen von Kraftfahrzeugführerinnen und Kraftfahrzeugführern mit einer ausländischen Fahrerlaubnis, die weder einen Wohnsitz noch einen Aufenthaltsort in Deutschland haben, in Verbindung mit § 75 Nr. 10 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) vom 13. Dezember 2010 (BGBl. I S. 1980), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 16. April 2014 (BGBl. I S. 348), in den Fällen, in denen die Entziehung der Fahrerlaubnis nach § 46 Abs. 1 FeV durch den Landkreis Emsland nach § 46 Abs. 5 FeV die Wirkung einer Aberkennung des Rechts hat, von der Fahrerlaubnis im Inland Gebrauch zu machen,
    b) außerdem, beschränkt auf die Verfolgung, die Polizeibehörden, solange sie die Sache nicht an die Verwaltungsbehörde oder die Staatsanwaltschaft abgegeben haben;
  6. die Landkreise, kreisfreien Städte und großen selbständigen Städte sowie die sonstigen Gemeinden, denen die Aufgaben der unteren Bauaufsichtsbehörden obliegen, bei Zuwiderhandlungen nach § 27 der Energieeinsparverordnung vom 24. Juli 2007 (BGBl. I S. 1519), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 18. November 2013 (BGBl. I S. 3951);
  7. das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim bei Zuwiderhandlungen nach § 18 des Abfallverbringungsgesetzes (AbfVerbrG) vom 19. Juli 2007 (BGBl. I S. 1462), zuletzt geändert durch Artikel 4 Abs. 34 des Gesetzes vom 7. August 2013 (BGBl. I S. 3154), soweit nicht nach § 18 Abs. 4 AbfVerbrG das Bundesamt für Güterverkehr zuständig ist;
  8. die Landkreise, die Region Hannover in ihrem gesamten Gebiet, die kreisfreien Städte, die Städte Celle, Cuxhaven und Hildesheim, die Hansestadt Lüneburg sowie die Staatlichen Gewerbeaufsichtsämter bei Zuwiderhandlungen
    a) nach § 46 Abs. 2 Nrn. 3 und 4 des Niedersächsischen Abfallgesetzes in der Fassung vom 14. Juli 2003 (Nds. GVBl. S. 273), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 31. Oktober 2013 (Nds. GVB1. S. 254),
    b) nach § 69 Abs. 2 Nr. 15 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) vom 24. Februar 2012 (BGBl. I S. 212), zuletzt geändert durch § 44 Abs. 4 des Gesetzes vom 22. Mai 2013 (BGBl. I S. 1324), in Verbindung mit § 29 der Nachweisverordnung vom 20. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2298; 2007 I S. 2316), zuletzt geändert durch Artikel 4 der Verordnung vom 5. Dezember 2013 (BGBl. I S. 4043),
    soweit die Erzeuger, Besitzer oder Entsorger von Abfällen ihrer Überwachung nach § 52 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes in der Fassung vom 17. Mai 2013 (BGBl. I S. 1274), geändert durch Gesetz vom 2. Juli 2013 (BGBl. I S. 1943), unterliegen;
  9. die Landkreise, die Region Hannover in ihrem gesamten Gebiet, die kreisfreien Städte, die Städte Celle, Cuxhaven und Hildesheim, die Hansestadt Lüneburg sowie die Staatlichen Gewerbeaufsichtsämter, soweit Sammler, Beförderer oder Händler von Abfällen ihrer Überwachung nach § 47 KrWG unterliegen, bei Zuwiderhandlungen
    a) nach § 69 Abs. 1 Nrn. 6 bis 8 KrWG,
    b) nach § 69 Abs. 2 Nr. 1 KrWG, beschränkt auf Anzeigen, die nach § 53 Abs. 1 Satz 1 KrWG zu erstatten sind,
    c) nach § 69 Abs. 2 Nrn. 13 und 15 KrWG;
  10. die Gemeinden, die ein Jugendamt errichtet haben, im Übrigen die Landkreise bei Zuwiderhandlungen nach § 28 des Jugendschutzgesetzes vom 23. Juli 2002 (BGBl. I S. 2730), zuletzt geändert durch Artikel 4 Abs. 36 des Gesetzes vom 7. August 2013 (BGBl. I S. 3154);
  11. die Gemeinden, die ein Jugendamt errichtet haben, im Übrigen die Landkreise bei Zuwiderhandlungen nach § 14 des Adoptionsvermittlungsgesetzes in der Fassung vom 22. Dezember 2001 (BGBl. 2002 I S. 354), zuletzt geändert durch Artikel 8 des Gesetzes vom 10. Dezember 2008 (BGBl. I S. 2403), soweit nicht andere Behörden durch Gesetz für zuständig erklärt sind;
  12. die jeweilige Aufsichtsbehörde bei Zuwiderhandlungen nach § 29 des Niedersächsischen Datenschutzgesetzes in der Fassung vom 29. Januar 2002 (Nds. GVBl. S. 22), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Dezember 2012 (Nds. GVBl. S. 589), durch Beschäftigte der Daten verarbeitenden Stelle, jedoch die Daten verarbeitende Stelle selbst, wenn sie als oberste Landesbehörde einer behördlichen Aufsicht nicht untersteht oder wenn ihre unmittelbare Aufsichtsbehörde eine oberste Landesbehörde ist;
  13. außerhalb des Nationalparks „Harz (Niedersachsen)“, des Nationalparks „Niedersächsisches Wattenmeer“ und des Gebietsteils C des Biosphärenreservates „Niedersächsische Elbtalaue“ die Landkreise und kreisfreien Städte sowie die großen selbständigen Städte, denen die Aufgaben der unteren Naturschutzbehörde übertragen worden sind, bei Zuwiderhandlungen nach § 69 Abs. 2, Abs. 3, Abs. 4 und 5 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) vom 29. Juli 2009 (BGBl. I S. 2542), zuletzt geändert durch Artikel 4 Abs. 100 des Gesetzes vom 7. August 2013 (BGBl. I S. 3154), soweit nicht nach § 70 Nr. 1 oder 2 BNatSchG das Bundesamt für Naturschutz oder ein Hauptzollamt zuständig ist.

§ 8
Inkrafttreten

(1) Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung in Kraft.

(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung über sachliche Zuständigkeiten für die Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten vom 4. Mai 2010 (Nds. GVBl. S. 210), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 23. Juli 2014 (Nds. GVBl. S. 208), außer Kraft.

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Hannover, den 17. November 2014

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