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Verordnung über Masterabschlüsse für Lehrämter in Niedersachsen (Nds.MasterVO-Lehr)
- Fortsetzung -

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Anlage 3
(zu § 2 Abs. 1, § 3 Abs. 1, § 4 Abs. 1, § 5 Abs. 1, § 6 Abs. 1)

Fächerspezifische Kompetenzbereiche, Kompetenzen, Standards und auf Standards bezogene Inhalte der Fachwissenschaft und der Fachdidaktik aller Fächer und für alle Lehrämter

Informatik

Standards Auf die Standards bezogene Inhalte für die Lehrämter
 
übergreifend
Gymnasium
Berufsbildende Schulen
Kompetenz: Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über grundlegende Fachkompetenzen in der Informatik.
Die Absolventinnen und Absolventen      
- beherrschen das „Programmieren im Kleinen”,
- entwerfen aufgrund einer wohl definierten Aufgabenstellung einen Lösungsweg,
- wählen geeignete Algorithmen und Datenstrukturen, kodieren und implementieren das Programm;
- Algorithmen und Datenstrukturen
   
- beherrschen das „Programmieren im Großen”,
- aufgrund einer komplexen Aufgabenstellung modellieren, implementieren, installieren, verbinden und testen sie die Komponenten, auch unter Verwendung von objektorientierten Methoden und Werkzeugen der Softwaretechnik;
- Programmierung und Sofware Engineering
   
- kennen die typischen Komponenten
  • digitaler Hardware (Gymnasium),
  • einfacher IT-Systeme sowie digitale Hardware und ihre Programmierung (Berufsbildende Schule);
 
- Technische Informatik
- einfache IT-Systeme
- entwerfen formale Systeme (Sprachen und Automaten), beurteilen ihre Komplexität und kennen die Berechenbarkeitsgrenzen;
 
- Theoretische Informatik
 
- beschreiben Architektur und Funktionsweise von Datenbanksystemen,
- modellieren und entwickeln Datenbanksysteme und wenden sie an;
- Datenbanken
   
- kennen Architektur und Funktionsweise von vernetzten Systemen,
- planen, installieren, administrieren und warten lokale Netzwerke (Berufsbildende Schule),
nutzen geeignete Internetdienste und entwickeln webbasierte Anwendungen;
- vernetzte Systeme und Internetdienste
   
- übertragen Konzepte der Informatik auf Anwendungsprobleme und bearbeiten sie, z.B. im Bereich Computergrafik, Robotersteuerung usw. (Gymnasium);
 
- Anwendungen der Informatik
 
- kennen und beurteilen soziale, ökonomische, rechtliche und gesellschaftliche Auswirkungen der Informationstechnologie;
- Informatik und Gesellschaft
   
- konzipieren, realisieren, dokumentieren und präsentieren ein IT-Projekt unter Berücksichtigung von Teamarbeit.
     
Wahlpflichtbereich Berufsbildende Schule
Kompetenzbereich 1: Anwendungsbereich Wirtschaft und Verwaltung
Kompetenz: Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über Fach- und Methodenkompetenzen in der Wirtschaftsinformatik und nutzen diese zur Lösung betriebswirtschaftlicher Problemstellungen.
Die Absolventinnen und Absolventen      
- analysieren, modellieren und optimieren typische Geschäftsprozesse mithilfe geeigneter Werkzeuge unter Beachtung der Daten-, Funktions-, Steuerungs- und Organisationssicht;
   
- Geschäftsprozessmodellierung
- nutzen geeignete Software für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation und Informationsaustausch im Büro;
   
- Bürokommunikation
- verwenden geeignete integrierte Informationssysteme zur Lösung betrieblicher Problemstellungen;
   
- betriebliche Informationssysteme
- bewerten IT-Systeme und deren Komponenten systematisch, insbesondere nach technischen, informatischen, wirtschaftlichen, ergonomischen, rechtlichen und ökologischen Kriterien.
   
- IT-Systeme: Bewertung und Auswahl
   
   
Kompetenzbereich 2: Anwendungsbereich Technik
Kompetenz: Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über Fach- und Methodenkompetenzen in der technischen Informatik und nutzen diese zur Lösung technischer Problemstellungen.
Die Absolventinnen und Absolventen      
- entwerfen, realisieren und kontrollieren grundlegende Systeme der Digitaltechnik;
   
- Digitaltechnik
- beschreiben Aufbau und Arbeitsweise der Rechnertechnik und programmieren Mikroprozessorsysteme;
   
- Rechnertechnik
- beschreiben und erfassen Signalverarbeitungsvorgänge in Einrichtungen der Informationstechnik;
   
- Messdatenerfassung
- automatisieren technische Prozesse durch Analyse, Planung, Aufbau, Inbetriebnahme, Test und Dokumentation.
   
- Prozesssteuerung
   
  mmmm

Kosmetologie

Standards Auf die Standards bezogene Inhalte
Lehramt Berufsbildende Schulen
Kompetenz: Die Absolventinnen und Absolventen analysieren und reflektieren Grundfragen der Bezugsdisziplinen der beruflichen Fachrichtung Kosmetologie.
Die Absolventinnen und Absolventen  
- verfügen über die Grundlagenkenntnisse aus den Bezugsdisziplinen der Kosmetologie, um fachwissenschaftliche Inhalte angemessen darstellen und reflektieren zu können,
- verfügen über vertiefte Kenntnisse in den Gebieten Berufsdermatologie, Biochemie der Haut, Chemie der Körperpflegemittel und ihrer physiologisch-chemischen sowie physikalischen Wirkung,
- wenden diese Kenntnisse bei der Lösung von Problemstellungen der beruflichen Fachrichtung an,
- beschreiben grundlegende Methoden, die in der kosmetologischen Forschung und ihren Bezugsdisziplinen von besonderer Bedeutung sind,
bearbeiten Fragestellungen unter Einsatz dieser Methoden,
- schätzen die Grenzen der eingesetzten Verfahren ab,
- bewerten kosmetologische Fragestellungen, Methoden, theoretische Ansätze und Inhalte kritisch,
beurteilen ihre Bedeutung,
- haben einen Überblick über die verschiedenen kosmetologischen Anwendungstechniken sowie deren individuellen Nutzen und analysieren deren Wirkung,
- vollziehen Ergebnisse aus den für die Kosmetologie relevanten Forschungsfeldern nach, stellen sie der Zielgruppe angemessen dar und schätzen sie in ihrer fachlichen Bedeutung und Reichweite ein,
- zeigen fachliche Inhalte in ihrer historischen Bedeutung und gesellschaftlichen Relevanz auf,
- verbinden theoretische und praktische Aspekte relevanter Themen im Berufsfeld Kosmetologie,
- reflektieren und schätzen kritisch kosmetologische Maßnahmen in Bezug auf deren gesellschaftliche Bedeutung unter Berücksichtigung der kulturhistorischen Entwicklung ein,
- verfügen über Grundkenntnisse marktorientierter Unternehmensführung.
- Zellbiologie, Histologie und Humanbiologie, insbesondere
  • Haut, Haare und Nägel (Hautanhangsgebilde)
  • Organsysteme des Menschen im Überblick
- fachrichtungsbezogene Chemie und Biochemie, insbesondere
  • Chemie der Bestandteile von Körperpflegemitteln und deren biochemische Wirkung
  • molekulare Strukturen der Haut und Hautanhangsgebilde
  • organspezifische Stoffwechselprozesse
- fachrichtungsbezogene Physik, insbesondere
  • physikalische Messmethoden zur Erfassung der Wirksamkeit kosmetischer Maßnahmen
  • Materialkunde und Gerätetechnologie
  • Strahlenphysik (UV-Licht, Laserbehandlungen, Ultraschall)
  • physikalische Eigenschaften der Hautanhangsgebilde
- fachrichtungsbezogene Mikrobiologie und Hygiene, insbesondere
  • Mikroorganismen der Hautoberfläche
  • Hygiene unter präventiven Aspekten
  • Grundlagen zur Konservierung
- Dermatologie, insbesondere Erkennung von Anomalien und Erkrankungen der Haut, Haare und Nägel
- Toxikologie, Ökologie, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, insbesondere
  • exogen bedingte Schäden an Haut, Haar und Nägeln
  • ökologische Aspekte und Sicherheit am Arbeitsplatz
  • Prävention im Berufsfeld Kosmetologie
  • gesetzliche Bestimmungen in der Kosmetologie
- berufsbezogene Betriebswirtschaftslehre
  • Marketing und Verkaufskunde
  • Planung und Organisation
  • PC-gestützte Anwendungen im Betrieb
  • Aspekte des Qualitätsmanagements
- praktische Übungen in den berufsrelevanten Bereichen aus Naturwissenschaften und Medizin sowie die dazugehörigen Grundlagen wissenschaftlicher Arbeitstechniken, insbesondere
  • Histologie
  • fachrichtungsbezogene Chemie und Biochemie,
  • Dermatologie
  • Mikrobiologie und Hygiene
  • apparative Kosmetik (Gerätetechnologie)
- Biochemie der Haut
- Chemie der kosmetischen Mittel und deren Wirkungen
- Berufsdermatologie und Allergologie
- Techniken zur Pflege und Gestaltung von Haut und Hautanhangsgebilden unter besonderer Berücksichtigung der Auswahl und des Einsatzes von Werkzeugen und Hilfsmitteln
- Werbung, Verkaufskunde und BWL
- Körperpflege im ganzheitlichen Ansatz insbesondere
  • Bedeutung des Wellnessbegriffs
  • psychogene Einflüsse auf den Organismus
  • ganzheitliche Behandlungskonzepte
  • Naturheilmittel, Aromatherapie
- historische Entwicklung der kosmetologisch fundierten Berufsbilder
- handwerkliche, technische und chemische Entwicklungen
- Kulturgeschichte und Entwicklungen des Humandesigns unter besonderer Berücksichtigung gestalterischer und ästhetischer Aspekte

Kunst
(die fett gedruckten Standards haben Schwerpunktcharakter)

Standards Auf die Standards bezogene Inhalte für die Lehrämter
 
übergreifend
Grundschule /
Hauptschule
Realschule
Gymnasium
Kompetenzbereich 1: Kunstwissenschaft
Kompetenz: Die Absolventinnen und Absolventen sind Experten des Bildes (Bilder, verstanden als umfassender Begriff für zwei- und dreidimensionale Objekte, Artefakte, visuell geprägte Informationen, Prozesse und Situationen visueller Erfahrung), verfügen über profunde Kenntnisse zur Entwicklungsgeschichte der Kunst und Kultur von der Antike bis zur Gegen-wart und besitzen übergreifende fachwissenschaftliche Fähigkeiten.
Die Absolventinnen und Absolventen        
- kennen verschiedene, auch der Vielfalt des Bildbegriffs (Gemälde, Plastik, Architektur usw.) gerecht werdende ganzheitliche Bild-untersuchungsverfahren,
- analysieren und interpretieren ästhetische Objekte und Prozesse inhaltlich sowie formal und transformieren deren Inhalte,
- haben die Fähigkeit zur Transformation und Bezugnahme auf die eigene ästhetische Praxis (Bildkompetenz, Medienkompetenz);
- Herstellungsbedingungen und -prozesse von Bildern
- Bildsprache, deren Wirkung und Bedeutung
- Funktionen von Bildern
- Analyse von Architektur und gestalteter Umwelt unter funktionalen, ästhetischen und symbolischen Aspekten
- Wissen und Methodenkompetenz im Umgang mit Bildern an Orten der Kunst (Museen, Galerien usw.)
- Operatoren (Fachsprache)
- Grundlagen der unterschiedlichen Methoden der Bilderschließung, darunter handlungs- und erfahrungsorientierte Zugehensweisen
- Grundlagen der Anwendung von Bilduntersuchungsverfahren
- Vertiefung der unterschiedlichen Methoden der Bilderschließung einschließlich praktisch-rezeptiver Analysemethoden
- Anwendung von Bilduntersuchungsverfahren
- zielführende Durchführung von Bildvergleichen
- Übertragung der Bilduntersuchungserkenntnisse auf die eigene ästhetische Praxis
- Vertiefung der unterschiedlichen Methoden der Bilderschließung einschließlich praktisch-rezeptiver Analysemethoden
- Anwendung von Bilduntersuchungs- verfahren
- zielführende Durchführung von Bildvergleichen
- Übertragung der Bilduntersuchungserkennt- nisse auf die eigene ästhetische Praxis
- legen historische Entwicklungen und gesellschaftliche Funktionen ästhetischer Objekte dar und begründen sie,
- reflektieren die Zusammenhänge von Kunst, Kultur, Kommunikation und Kognition,
- besitzen orientierende und vertiefende Kenntnisse der kunst- und kulturgeschichtlichen Entwicklungslinien sowie der jeweiligen Bildtraditionen und Darstellungsmuster,
- wenden kunsthistorische Kenntnisse als Grundlage zum Verständnis der neueren Kunst- und Medienentwicklung sowie der zugehörigen kunst-, bild- und medienwissenschaftlichen Diskurse an;
- Grundlagen der Entwicklungsgeschichte von Kunst und Kultur von der Antike bis zur Gegenwart
- Positionen der Vermittlung von Kunstgeschichte und Gegenwartskunst sowie deren mögliche Anwendungen in Lernsituationen
- individueller Zugriff auf Beispiele der Kunstgeschichte („inneres Museum"), auch mit dem Ziel einer themen- und motivbezogenen Auswahl
- Grundlagen der Geschichte, Theorie und Verfahren technischer Medien sowie deren bildsprachliche Möglichkeiten
- Methoden der wissenschaftlichen und kulturpädagogischen Auseinandersetzung
- Grundlagen kunsthistorischer Schlüsselepochen, der klassischen Moderne und der Gegenwartskunst
- Entwicklungen und Erscheinungen der Alltagsästhetik
- Grundlagen der Bildungsrelevanz der Kunstwissenschaft und ihrer Methoden, bezogen auch auf Schule und Unterricht sowie Reflexion und Einschätzung ihrer historischen, individuellen und gesellschaftlichen Bedeutung
- Vertiefung ausgewählter historischer Epochen, der klassischen Moderne und der Gegenwartskunst
- Entwicklungen und Erscheinungen des Produktdesigns, der Architektur und der Alltagsästhetik
- Bildungsrelevanz der Kunstwissenschaft und ihrer Methoden, bezogen auch auf Schule und Unterricht sowie Reflexion und Einschätzung ihrer historischen, individuellen und gesellschaftlichen Bedeutung
- Vertiefung historischer Epochen, der klassischen Moderne und der Gegenwartskunst
- Entwicklungen und Erscheinungen des Produktdesigns, der Architektur und der Alltagsästhetik
- Bildungsrelevanz der Kunstwissenschaft und ihrer Methoden, bezogen auch auf Schule und Unterricht sowie Reflexion und Einschätzung ihrer historischen, individuellen und gesellschaftlichen Bedeutung
- Darstellung kunstwissenschaftlicher Positionen bezogen auf Vermittlung und Reflexion ihrer fachlichen und überfachlichen Bedeutung
- beherrschen Aspekte der Bezugswissenschaften (Kunstphilosophie, -soziologie und -psychologie, Wahrnehmungs- und Kreativitätstheorie) zur Ergänzung und Vertiefung kunstwissenschaftlicher Grundfragen,
- verfügen über Kenntnis von Positionen der Ästhetik,
- besitzen die Fähigkeit zur Auseinandersetzung mit Phänomenen der Kinder- und Jugendkultur,
- haben Kenntnis von Einsichten in Grundlagen der Forschung in Kunst- und Kulturwissenschaften.
- bildsprachliche Entwicklungen, Ausdrucksformen und Einstellungen von Kindern und Jugendlichen einschließlich der dazugehörigen Forschung
- relevante Bezugswissenschaften vor dem Hintergrund kunstpädagogischen Handelns
- zielführende Recherche, Wahrnehmung und Nutzung fachbezogener Inhalte
- Fachpraxis im Umgang mit Kunst und Kultur allgemein und im Besonderen mit aktueller Kinder- und Jugendkultur und deren Alltagsästhetik
- Grundlagen der Geschichte des Kunstunterrichts, kunst- und mediendidaktischer Konzeptionen und Forschungsfelder sowie historisch sich wandelnder Intentionen
- Grundlagen der Entwicklung und Theorie der Wahrnehmungsweisen von Kindern und Jugendlichen in unterschiedlichen Entwicklungsphasen sowie deren künstlerischen und gestalterischen Ausdrucks- und Darstellungsweisen, Handlungs- und Denkweisen
     
Kompetenzbereich 2: Ästhetisch-künstlerische Praxis
Kompetenz: Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über Kenntnisse materialer Voraussetzungen der ästhetischen Produktion und erweitern im handelnden Umgang mit diesen das Reflexionsvermögen in Bezug auf Kunst und Ästhetik. Diese Erfahrungen und Fähigkeiten sind Voraussetzung für die Erarbeitung einer eigenen Position in der Vermittlung von Kunst. Die Absolventinnen und Absolventen kennen wesentliche Techniken, Verfahren und Materialien aus den Bereichen Zeichnen, Malerei, Gestalten im und mit Raum, Gestaltete Umwelt und Medien. Sie haben die Fähigkeit, in mindestens einem künstlerischen Genre oder Medium durch die Bearbeitung von ausgewählten inhaltlichen und bildnerischen Problemen qualitätsvolle Ergebnisse zu erzielen. Sie entwickeln Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse in weiteren künstlerischen Genres und Werktechniken unter Einbeziehung digitaler Medien und performativen Gestaltens.
- Zeichnen: Zeichnerische Aspekte der Gestaltung, Entwurfsskizze, Skizzenbücher, Notationsformen und Zeichenentwicklung
- Malerei: Malerische Aspekte der Gestaltung, experimentelle malerische Verfahren und deren Verknüpfung mit angrenzenden Gebrauchszusammenhängen
- Gestalten im und mit Raum: Plastische und räumliche Aspekte der Gestaltung, Skulptur, Objekt, Rauminstallation, Arbeiten im öffentlichen Raum, Performance, szenisches Spiel
- Gestaltete Umwelt: Architektur, Produkt-Design, Wohnen
- Medien: Aspekte der Gestaltung mit Film/Video, Fotografie, digitaler Bildbearbeitung und den Möglichkeiten des digitalen Grafik-Designs, künstlerisch manuelle Druckverfahren
- Entwicklung konzeptioneller Verfahren und Strategien in der Vorgehensweise ästhetischer Produktion (z.B. Verwendung, Kommentierung, Interpretation und Reflexion vorgefundener Materialien und Artefakte)
Die Absolventinnen und Absolventen        
- entwickeln, erproben, wenden an, reflektieren und bewerten kritisch anhand eigenständig entwickelter Arbeiten die Ebenen von Konzeption, Produktion, Reflexion und Rezeption ästhetischer und künstlerischer Phänomene,
- haben praktische Fertigkeiten und Fähigkeiten mit unterschiedlichen medialen Zugängen (analog/digital),
- experimentieren mit unterschiedlichen handwerklichen, technischen, konzeptuellen, kontextuellen, kommunikativen und bildpragmatischen Verfahren,
- weisen in grundlegenden künstlerischen und gestalterischen Arbeitsbereichen handwerkliche und mediengestalterische Handlungsfähigkeiten nach,
- haben Kenntnisse und eigene anschlussfähige Erfahrungen mit ästhetisch-künstlerischen Prozessen und Arbeitsweisen,
- haben Erfahrungen mit ästhetischen und künstlerischen Verfahren und Strategien in Bindung an verschiedene mediale Formen und deren Einbindung in thematische Kontexte und Präsentationen,
- wenden unterschiedliche Präsentationsformate und Distributionsformen wie Ausstellungen, Installationen, Performances und Aktionen an,
- formulieren und reflektieren in Kommunikation mit anderen Produzenten und Rezipienten ihre authentische/eigenständige ästhetisch-künstlerische Praxis,
- haben Kenntnis und Beurteilungsvermögen in Bezug auf eigene und fremde ästhetische und künstlerische Verfahren und Strategien,
- besitzen Fähigkeiten zur Durchdringung der Phänomene gesellschaftlicher Wirklichkeit mit kunst-, medienpraktischer oder performativer Arbeit.
- Grundlagen und Erfahrungen in medienspezifischen, künstlerischen und gestalterischen Arbeits- und Wirkungsweisen sowie handwerklichen und technischen Verfahrensweisen
- Entwicklung eigener künstlerischer und gestalterischer Fragestellungen, Themen- und Arbeitsfelder
- Entwicklung, Umsetzung und Begründung von Konzeptionen für Interessen und Themen geleitetes künstlerisches und gestalterisches Handeln
- zielführendes Handeln in grundlegenden künstlerischen und gestalterischen Arbeitsbereichen
- reflektierte Eigenerfahrung mit gestalterischen Prozessen im Hinblick auf schulartspezifische Kunstvermittlung
- selbständige Arbeit in dem jeweiligen Werkstattbereich
- Sensibilität in der Wahrnehmung und im kreativen Verhalten
- kritische Wahrnehmung, Diskussion und Einschätzung eigener und anderer künstlerischer und gestalterischer Arbeiten und Entwicklung geeigneter Strategien der Weiterarbeit
- Verständnis der Entwicklung eigener ästhetischer Praxis und deren Diskussion als einen Prozess von Vermittlung
- Anwendung unterschiedlicher Präsentationsformate und Distributionsformen wie Ausstellungen, Installationen, Performances und Aktionen
- Entwicklung und Strukturierung relevanter und exemplarischer Fragestellungen und Themenfelder aus dem Feld der Kunst, der visuellen Kultur, der gestalteten Umwelt sowie dem gesellschaftlichen Leben, mit dem Ziel einer Konzeptentwicklung und dessen Umsetzung als Prozess künstlerischer und gestalterischer Auseinandersetzung
   
- Kontextherstellung der eigenen künstlerischen und gestalterischen Arbeit zur Kunst- und Kulturgeschichte, zur Gegenwartskunst und -kultur sowie zu grundlegenden kunstwissenschaftlichen Fragestellungen
Kompetenzbereich 3: Didaktische und methodische Aspekte der Kunstvermittlung
Kompetenz: Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über die Fähigkeit zur didaktischen Strukturierung, zu schwerpunktbezogener Konzeption und deren Umsetzung mit Fachinhalten, kommunizieren ästhetisch-künstlerische Kompetenz, initiieren kreative Prozesse und vermitteln künstlerische Erfahrungen.
Die Absolventinnen und Absolventen        
- haben Kenntnisse
  • und Fähigkeiten zur Erarbeitung und Reflexion unterschiedlicher Ansätze kunstpädagogischer und fachdidaktischer Positionen sowie der Kunstvermittlung,
  • der historischen Entwicklung und wesentlicher Positionen der Kunstpädagogik und Kunstvermittlung nach 1945,
  • der Entwicklungs- und Wahrnehmungspsychologie und der bildnerischen Entwicklungsphasen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und deren Bezugnahme auf Phänomene der Kunst,
- ordnen Bildwerke von Kindern und Jugendlichen ein und bewerten sie,
- erschließen anderen den Bereich der Bildenden Kunst und leisten so durch verbale wie auch durch nicht-verbale Kommunikation einen spezifischen Beitrag zur Bildung insbesondere von Kindern und Jugendlichen,
- entwickeln und nutzen didaktisch-methodische Verfahren und Materialien, die es insbesondere Kindern und Jugendlichen ermöglichen, künstlerische Erfahrungen zu gewinnen,
- kennen den kunst- und kulturpädagogischen Diskurs um die Erziehungsziele ihres Fachs sowie den Bildungswert des künstlerischen Handelns und der Beschäftigung mit ästhetischen Objekten und Prozessen,
- planen, begründen, führen ein kunstpädagogisches Projekt adressatengerecht durch und hinterfragen es kritisch,
- erarbeiten, reflektieren und wenden eigene Vermittlungsstrategien der Bildenden Kunst und visueller Medien an,
- transformieren theoretische Kenntnisse in praktische Anwendungen und reflektieren die Erfahrung,
- haben Kenntnisse von interdisziplinären Fragestellungen der ästhetischen Bildung in Bezug zur Kunstgeschichte und anderen gesellschaftlichen Bereichen,
- verfügen über Strategien und Methoden der Kunstvermittlung in Bezug auf unterschiedliche Anwendungsgebiete wie z.B. Bildungsinstitutionen, Museen und Galerien,
- reflektieren und transformieren Positionen und Methoden der schulpraktischen Kunstvermittlung,
- entwickeln, planen, begründen, führen durch und hinterfragen kritisch angeleitete (betreute) und eigenständige kunstpädagogische Projekte und Unterrichtsvorhaben adressatengerecht.
- kunstpädagogische und didaktische Ansätze und Methoden in den Bereichen der Kunstvermittlung
- Erarbeitung und Reflexion unterschiedlicher Ansätze kunstpädagogischer und fachdidaktischer Positionen sowie der Kunstvermittlung
- historische Entwicklung und wesentliche Positionen der Kunstpädagogik und Kunstvermittlung nach 1945
- Entwicklungs- und Wahrnehmungspsychologie der bildnerischen Entwicklungsphasen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und deren Bezugnahme auf Phänomene der Kunst
- Grundlagen der Entwicklung und Theorie der Wahrnehmungsweisen von Kindern und Jugendlichen sowie deren künstlerischen und gestalterischen Ausdrucks- und Darstellungsweisen
- Darstellung und Reflexion der Handlungs- und Denkweisen von Kindern und Jugendlichen
- Einordnung und Bewertung der Bildwerke von Kindern und Jugendlichen
- Grundlagen der Beschreibung, Analyse und Reflexion des fachspezifischen Kompetenzstandes und dessen Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen sowie deren spezifischer Alltagsästhetik
- Erschließung und Vermittlung der Bildenden Kunst
- Entwicklung und Nutzung didaktisch-methodischer Verfahren und Materialien
- adressatengerechte Planung, Begründung, Durchführung und Hinterfragen kunstpädagogischer Projekte
- Einschätzung alters- und entwicklungsspezifischer Anforderungen, Erlebnis- und Erkenntnismöglichkeiten und -werte durch ästhetisch praktische Auseinandersetzung
- Einschätzung und kritische Reflexion der besonderen Rolle des Fachs Kunst im Fächerkanon der Schule
- Entwicklung von Modellen ästhetisch-praktischer Auseinandersetzungen für Kontexte von Vermittlung in Unterricht und Schule sowie deren Einschätzung und Reflexion als kunstdidaktische Position
- Reflexion der eigenen ästhetischen Praxis sowie des eigenen kunstwissenschaftlichen Arbeitens in ihrer Struktur und Methode
   
- Darstellung und Reflexion der Geschichte des Kunstunterrichts, kunst- und mediendidaktischer Konzeptionen und Forschungsfelder
- Grundlagen der Konzepte der Medienpädagogik, der Informations- und Kommunikationstechnologien
- Nutzung fachspezifischer Konzeptionen und Methoden der Kunst- und Medienpädagogik mit dem Ziel, daraus begründete Strukturen für eigene Vermittlungsvorhaben zu entwickeln

Lebensmittelwissenschaft

Standards Auf die Standards bezogene Inhalte
Lehramt Berufsbildende Schulen
Kompetenz 1: Die Absolventinnen und Absolventen besitzen umfassende Kenntnisse der Naturwissenschaften und ihrer Zusammenhänge als Grundlage für die Aufgabenstellungen der Fachwissenschaft.
Die Absolventinnen und Absolventen  
- protokollieren auf der Grundlage der Kenntnisse der Chemie, Physik und Mathematik natur-wissenschaftliche Abläufe und Systeme, stellen sie dar, erläutern sie und werten sie aus,
- analysieren und interpretieren auf der Basis chemischer, physikalischer, mathematischer und biologischer Grundkenntnisse Reaktionen, Prozesse und Zusammenhänge in der belebten und unbelebten Umwelt,
- reflektieren die naturwissenschaftlichen Grundkenntnisse und verknüpfen sie mit den Aufgabenstellungen der Lebensmittelwissenschaft,
- erläutern, verknüpfen und beurteilen ausgewählte ernährungsassoziierte Erkrankungen sowie deren Prävention und Therapie,
- stellen Maßnahmen zur Gesundheitsprävention dar, erörtern und bewerten diese.
- Grundlagen der Chemie: Gesetzmäßigkeiten der anorganischen Chemie, Bindungen und Reaktionen, Chemie der Kohlenstoffverbindungen, Chemie der Nährstoffe
- physikalische Grundlagen: Wärmelehre, Elektrizitätslehre, Mechanik
- Grundlagen der Mathematik: Gleichungen, Funktionen, Vektoren, Winkelfunktionen und Statistik
- Humanbiologie
- Lebensmittelmikrobiologie
- Lebensmittelhygiene
- Lebensmittelchemie
- Biochemie
- Anatomie
- Humanernährung
- spezielle Humanernährung sowie Prävention und Therapie
- Ernährungsphysiologie
- ernährungsassozzierte Erkrankungen
Kompetenz 2: Die Absolventinnen und Absolventen verfügen - bezogen auf die lebensmitteltechnologischen Schwerpunkte Getreide-, Back- und Süßwarentechnik oder Fleischtechnik oder Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung - über umfassende Kenntnisse der Gewinnung von Rohstoffen sowie über die Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln in gewerblichen Betrieben.
Die Absolventinnen und Absolventen  
- stellen den Zusammenhang zwischen der Produktion und der technologischen Be- und Verarbeitung von pflanzlichen und vom Tier stammenden Lebensmitteln her und reflektieren ganzheitlich ernährungsphysiologische Auswirkungen,
- beschreiben und bewerten das Vorkommen, die Bedeutung und die Wirkung funktioneller Lebensmittelinhaltsstoffe,
- beurteilen die lebensmitteltechnologischen Verfahren bei der Verarbeitung pflanzlicher und tierischer Rohstoffe sowie deren Auswirkungen auf die Produktqualität.
- Gewinnung pflanzlicher und vom Tier stammender Rohstoffe
- allgemeine Grundlagen der Lebensmitteltechnologie
- Bedeutung funktioneller Lebensmittelinhaltstoffe
- Produkttechnologie vom Tier stammender Lebensmittel
- Produkttechnologie pflanzlicher Lebensmittel
Kompetenz 3: Die Absolventinnen und Absolventen verstehen die grundlegenden mikro- und makroökonomischen Zusammenhänge und stellen diese in die gesamtgesellschaftlich relevanten rechtlichen Kontexte.
Die Absolventinnen und Absolventen  
- stellen die ökonomischen und rechtlichen Grundlagen der Betriebswirtschaft unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen dar,
- wenden Marketinginstrumente auf den ernährungsgewerblichen Produktions- und Dienstleistungsbereich an.
- ökonomische und rechtliche Grundlagen der Betriebsführung
- Lebensmittel- und Verbraucherrecht
- Marketing
- Kundenberatung und -betreuung im Ernährungs- und Gastgewerbe
Kompetenz 4: Die Absolventinnen und Absolventen kennen - bezogen auf die lebensmitteltechnologischen Schwerpunkte Getreide-, Back- und Süßwarenherstellung oder Fleischtechnik oder Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung - spezielle Aspekte des Qualitätsmanagements und der Lebensmittelsicherheit sowie deren Bedeutung für den Verbraucherschutz.
Die Absolventinnen und Absolventen  
- beziehen toxikologische, hygienische, mikrobiologische und lebensmittelrechtliche Grundlagen auf Fragestellungen der Lebensmittelsicherheit und der Qualitätssicherung im ernährungsgewerblichen Bereich.
- Toxikologie
- Qualitätsmanagement
- Monitoring
Kompetenz 5: Die Absolventinnen und Absolventen verbinden Theorie und Praxis der Produktion von Lebensmitteln in Handwerk und Industrie - bezogen auf die lebensmitteltechnologischen Schwerpunkte Getreide-, Back- und Süßwarentechnik oder Fleischtechnik sowie in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung.
Die Absolventinnen und Absolventen  
- setzen relevante Untersuchungs- und Messmethoden zur Qualitätsbewertung und zur Bewertung technischer und ökologischer Fragestellungen ein,
- wenden Herstellungs- und Untersuchungsmethoden praktisch an, stellen die Untersuchungsergebnisse in Protokollen dar, werten sie aus und diskutieren sie.
-
- Technologie und Verfahrenstechnik spezieller Lebensmittelgruppen
- sensorische Prüfverfahren ausgewählter Lebensmittelgruppen

Mathematik

Kompetenzbereich 1: Fachwissenschaft
Kompetenz: Die Absolventinnen und Absolventen sind Experten für grundlegende Inhalte, didaktisch-methodische Ansätze und Vorgehensweisen ihres Fachs.
Standards
Die Absolventinnen und Absolventen
- analysieren Grundgedanken, Hauptaussagen und Vorgehensweisen mathematischer Thematiken,
- bauen innermathematische Verbindungslinien auf und erläutern sie verständlich,
- kennen einschlägige Methoden der Mathematik, wenden sie reflektiert auf innermathematische Probleme an,
- zeigen Verbindungslinien zu anderen Unterrichtsfächern auf,
- wissen, wo und inwiefern im Alltag, in der Umwelt und in ihrem Erfahrungsbereich Mathematik Anwendung finden kann,
- zeigen historisch-genetische und soziokulturelle Zusammenhänge auf,
- erläutern wissenschaftstheoretische Besonderheiten der Mathematik.
Auf die Standards bezogene Inhalte für die Lehrämter
übergreifend
Grundschule/ Hauptschule/ Sonderschule
Realschule
Gymnasium/
Berufsbildende Schulen
Grundlagen der Mathematik
- umgangssprachlich gegebene mathematische Informationen:
  • begriffliche Präzision
  • Verdichtung zu einer Definition
  • Darstellung in einer formalen Sprache
     
- Darstellung der logischen Struktur von Argumentationen und Beweisen
   
- Darstellung der logischen Struktur von Argumentationen und Beweisen in einer Prädikatenlogik, insbesondere gilt das auch für die logische Umformung von Verneinungen
- Erläuterung und sichere Handhabung der Verwendung von Namen, freien und gebundenen Variablen sowie die Substitution von Termen
- logisch korrekte Durchführung direkter, indirekter und induktiver Beweise
- Erläuterung
  • des Zusammenhangs von Syntax und Semantik
  • der Bedeutung des Begriffspaars „Objektsprache/ Metasprache”
   
- Durchführung induktiver/rekursiver Definitionen von Funktionen
- Einführung eines mathematischen Begriffsystems durch ein Axiomensystem und Durchführung von Beweisen in einem solchen
- Durchführung der Rekonstruktion des Funktionsbegriffs sowie des Kardinal- und Ordinalzahlbegriffs in der naiven Mengenlehre
- Erweiterung des Funktionsbegriffs auf mehrere Veränderliche, insbesondere Darstellung und Erläuterung der Verknüpfungen als Funktion mehrerer Veränderlicher
   
- exemplarische Rekonstruktion des Weges von einer inhaltlich verstandenen zu einer axiomatisch verstandenen mathematischen Theorie
- Beschreibung typischer Phasen der Modellierung (mathematisches, numerisches Modell) und ihrer Verifikation sowie Erläuterung in ihrer Wechselwirkung
- Modellierung linearer und nicht-linearer funktionaler Zusammenhänge
   
- Erläuterung sowie Durchführung an Beispielen diskreter und kontinuierlicher Modellierung von Phänomenen aus Natur-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften
Algebra
- Erläuterung von Begriffskonzepten algebraischer Strukturen und (beispielhafter) Beweis wesentlicher Eigenschaften
- Verwendung verschiedener Darstellungsmöglichkeiten von Gruppen
- Verwendung verschiedener Darstellungsmöglichkeiten von Gruppen
- Rekonstruktion der Grundbegriffe der Algebra wie Gruppen, Ringe, Körper und ihrer Genese an Beispielen sowie Erläuterung des Nutzens der Anwendung algebraischer Begriffe und Methoden in anderen Bereichen der Mathematik
- Erläuterung des Aufbaus des Zahlensystems
   
- Erläuterung des Aufbaus des Zahlensystems im Zusammenhang mit den Begriffen Körper und Körpererweiterungen
- Benutzung des Begriffs der strukturverträglichen Abbildung in unterschiedlichen mathematischen Kontexten
 
- Verständnis des Begriffs der strukturverträglichen Abbildung in unterschiedlichen mathematischen Kontexten als eine allgemeine Idee und Nutzung für die Organisation von mathematischem Wissen
- Verständnis des Begriffs der strukturverträglichen Abbildung in unterschiedlichen mathematischen Kontexten als eine allgemeine Idee und Nutzung für die Organisation von mathematischem Wissen
- Grundlagen der elementaren Zahlentheorie
- Erläuterung des Teilbarkeitsbegriffs und der Eigenschaften der Teilbarkeitsrelation an Beispielen und Gegenbeispielen sowie mathematische Präzisierung
- Euklidischer Algorithmus: Anwendung und argumentative Begründung seiner Bedeutung
- Erläuterung wesentlicher Eigenschaften der Primzahlen (unregelmäßige Verteilung, Unendlichkeit), Beweis der Existenz und Eindeutigkeit der Primfaktorzerlegung sowie Aufzeigen der Bedeutung der Primzahlen für Codierungen
- Erläuterung und Begründung des Stellenwertprinzips sowie konkrete Darstellung und Konversion von Zahlen in beliebigen Basen
- Erläuterung des Teilbarkeitsbegriffs und der Eigenschaften der Teilbarkeitsrelation an Beispielen und Gegenbeispielen sowie mathematische Präzisierung
- Euklidischer Algorithmus: Anwendung und argumentative Begründung seiner Bedeutung
- Erläuterung wesentlicher Eigenschaften der Primzahlen (unregelmäßige Verteilung, Unendlichkeit), Beweis der Existenz und Eindeutigkeit der Primfaktorzerlegung sowie Aufzeigen der Bedeutung der Primzahlen für Codierungen
- Erläuterung und Begründung des Stellenwertprinzips sowie konkrete Darstellung und Konversion von Zahlen in beliebigen Basen
- Grundlagen der elementaren Zahlentheorie sowie moderne Anwendungen
 
- Lineare Gleichungssysteme:
  • Erläuterung der Theorie
  • Entwicklung von Vorstellungen über deren Lösungsmengen
  • Anwendungs- möglichkeiten in Technik und Wirtschaft
- Lineare Gleichungssysteme:
  • Erläuterung der Theorie
  • Entwicklung von Vorstellungen über deren Lösungsmengen
  • Anwendungs- möglichkeiten in Technik und Wirtschaft
- Erläuterung der Lösbarkeit algebraischer Gleichungen höheren Grades
- Erläuterung der Lösbarkeit algebraischer Gleichungen höheren Grades
- sinnvolle Verbindung von Zirkel- und Linealkonstruktionen mit der Galoistheorie
- Vektorraum:
  • Erläuterung der Entwicklung des Begriffs
  • Nutzung in Mathematik, Natur-, Ingenieur- und Wirtschaftswissen- schaften (entwickelt an Beispielen)
  • Basis und Dimension: Erläuterung der Begriffe sowohl anschaulich als auch abstrakt
- Nützlichkeit von Matrizen, Beherrschung der Darstellung linearer Abbildungen durch Matrizen einschließlich Basiswechsel
- Determinante:
  • Verständnis als alternierende Multilinearform, daraus Ableitung ihrer wesentlichen Eigenschaften
  • Erläuterung ihrer Bedeutung in Algebra, Geometrie und Analysis
- Eigenwerttheorie
  • sicherer Umgang mit den Grundlagen
  • Anwendung für Normalformen von Matrizen und Kegelschnitten
  • Entwicklung von Vorstellungen bezüglich der Nützlichkeit der in Analysis und Stochastik angewandten Wissenschaften
- Ableitung der Begriffe der Norm eines Vektors, des Abstands und des Winkels zwischen Vektoren, aufbauend auf Grundlagen der Theorie von euklidischen und unitären Vektorräumen
Analysis
- Erläuterung der Konstruktion der reellen Zahlen
- sicherer Umgang mit reellen Funktionen
- Erläuterung und exemplarische Verwendung des Grenzwertbegriffs
 
- Erläuterung der Konstruktion der reellen und komplexen Zahlen
- Erläuterung der Konstruktion der reellen und komplexen Zahlen
- Abgrenzung des modernen Grenzwertbegriffs gegen die historische Verwendung von Indivisiblen und Infinitesimalen
 
-

Erläuterung der Begriffe Stetigkeit und Differenzierbarkeit

- Erläuterung der Begriffe Stetigkeit und Differenzierbarkeit auch in ihrer Rolle im Aufbau der Analysis
- In-Beziehung-Setzen unterschiedlicher Ideen, die zu den Begriffen von Grenzwert, Stetigkeit und Differenzierbarkeit präzisiert werden
- Erläuterung des Riemann'schen Integralbegriffs und Anwendung der Resultate der Integralrechnung
- Erläuterung eines Integralbegriffs und Anwendung der Resultate der Integralrechnung
- Einführung von Begriffen durch Differentialgleichungen zur Problemlösung in anderen Wissenschaften, z.B. Natur-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften
- Anwendung von Methoden der Differentialrechnung auf Kurven und Flächen
- Rekonstruktion intuitiver Begriffe wie „Länge”, „Fläche”, „Volumen” mit Methoden der Analysis sowie Anwendung von Methoden zur Berechnung ihrer Ausprägung
- Erläuterung der Rolle der Vollständigkeit im Aufbau des Begriffsgebäudes der Analysis
- Vernetzung von Analysis mit der Linearen Algebra
- Übertragung und Erläuterung von Begriffen der eindimensionalen Analysis auf höhere Dimensionen
Geometrie
- Betrachtung der Elementargeometrie der euklidischen Ebene vom höheren Standpunkt
- lokale Ordnung der Begriffe der ebenen und räumlichen Geometrie sowie Abbildungen in der Ebene
- Untersuchung besonderer Punkte und Linien in der Ebene, insbesondere am Dreieck und am Kreis
- Satzgruppe des Pythagoras:
  • Beherrschung in seiner Beziehungshaltigkeit
  • Durchführung verschiedener Beweise
- Erläuterung der Ideen vom Messen und Berechnen bei Längen, Flächeninhalten und Volumina
- lokale Ordnung der Begriffe der ebenen und räumlichen Geometrie sowie Abbildungen in der Ebene
- Untersuchung besonderer Punkte und Linien in der Ebene, insbesondere am Dreieck und am Kreis
- Satzgruppe des Pythagoras:
  • Beherrschung in seiner Beziehungshaltigkeit
  • Durchführung verschiedener Beweise
- Erläuterung der Ideen vom Messen und Berechnen bei Längen, Flächeninhalten und Volumina
- Darstellung des Zusammenhangs zu Abbildungsgruppen und zu Koordinatenkörpern in affiner oder projektiver Geometrie vor allem in der Ebene
- Erläuterung der Ideen, die verschiedenen Projektionen zugrunde liegen
- Erläuterung der Ideen, die verschiedenen Projektionen zugrunde liegen
- Darlegung der Schritte zu Axiomatisierungen von Geometrie
 
- Darlegung der Schritte zu Axiomatisierungen von Geometrie und Erläuterung nicht-euklidischer Geometrie
- Aufzeigen eines Weges zu einer nicht-euklidischen Geometrie
- Reflexion des heuristischen Sinns der Koordinatisierung
Numerik und Informatik
- Erklärung, wie Computer numerisch rechnen und welche Probleme auftreten können
   
- Erklärung, wie Computer numerisch rechnen und welche Probleme insbesondere bei iterativen Verfahren auftreten können
- Einsatz fachbezogener Anwendersysteme (u.a. dynamische Geometriesysteme, Funktionsplotter, Tabellenkalkulationen) in ihren wesentlichen Funktionen
 
- Einsatz von Computer-Algebra- Systemen
- Einsatz von Computer-Algebra- Systemen
- exemplarisches Nachvollziehen der Verfahren, die hinter der numerischen Lösung schulischer Werkzeuge stehen sowie angemessenes Erkunden ihrer Grenzen
     
- Darstellung der Grundideen von Berechenbarkeit und Komplexität von Algorithmen
 
- Repräsentieren von Wissen durch geeignete Datenstrukturen
- korrektes Formulieren grundlegender Algorithmen (z.B. Such-, Sortier- und elementare Graphalgorithmen) in Pseudo-Code
- Repräsentieren von Wissen durch geeignete Datenstrukturen
- korrektes Formulieren grundlegender Algorithmen (z.B. Such-, Sortier- und elementare Graphalgorithmen) in Pseudo-Code sowie Implementieren in einer Programmiersprache
Stochastik
- Erläuterung wesentlicher Eigenschaften von Kenngrößen der beschreibenden Statistik
- Erläuterung verschiedener semantischer Realisierungen des Wahrscheinlichkeitsbegriffs, Beurteilung in ihren Reichweiten sowie Erläuterung der Nützlichkeit axiomatischer Überlegungen
- Darstellung des empirischen Gesetzes der großen Zahl
 
- Darstellung des Modellcharakters von Wahrscheinlichkeits-Ver- teilungen
- Darstellung des empirischen und des theoretischen Gesetzes der großen Zahl
- nicht-parametrische Testverfahren: Erläuterung und Beurteilung ihrer Angemessenheit
- Darstellung von Wesen, Möglichkeiten und Grenzen des klassischen Hypothesentests
- Darstellung des zentralen Grenzwertsatzes
- Darstellung des Modellcharakters von Wahrscheinlichkeits-Ver- teilungen
- Erläuterung der Rolle der stochastischen Unabhängigkeit in der Theorie
- Darstellung des empirischen und des theoretischen Gesetzes der großen Zahl sowie die Beurteilung in ihrer Reichweite
- nicht-parametrische Testverfahren: Erläuterung und Beurteilung ihrer Angemessenheit
- Darstellung von Gehalt, Möglichkeiten und Grenzen des klassischen Hypothesentests sowie Aufzeigen von Alternativen
- Darstellung des zentralen Grenzwertsatzes und Beurteilung seiner Reichweite
- Querverbindungen der Stochastik zur Analysis sowie zur Linearen Algebra: Herstellung und Nutzung in der Anwendung
- Abgrenzung unterschiedlicher Konvergenzbegriffe in der Stochastik zum Grenzwertbegriff der Analysis
Genannt sind in allen Gebieten grundlegende Kompetenzen. Weiterführende Kompetenzen sollen wie folgt erworben werden:
Lehrämter Grund-/Hauptschule, Realschule, Sonderpädagogik: Weiterführende Kompetenzen in je einem fachdidaktischen und fachwissenschaftlichen Bereich.
Lehramt Gymnasium: Weiterführende Kompetenzen in einem fachdidaktischen und zwei fachwissenschaftlichen Bereichen.
Lehramt Berufsbildende Schule: Weiterführende Kompetenzen in einem berufsfeldorientierten (einschlägige Berufsfelder des Dualen Systems) fachdidaktischen und einem fachwissenschaftlichen Bereich.
Kompetenzbereich 2: Fachdidaktik
Kompetenz: Die Absolventinnen und Absolventen initiieren mathematische Denk- und Lernprozesse. Sie beherrschen die Sprache der Mathematik und die Instrumente der Vermittlung.
Standards
Die Absolventinnen und Absolventen
- konstruieren mathematische Lehrgänge nach sachlogischen, erkenntnistheoretischen und kognitionspsychologischen Gesichtspunkten,
- kennen Theorien zum mathematischen Begriffserwerb und Denken und reflektieren diese in unterrichtlichen Zusammenhängen,
- kennen Einflussfaktoren zur unterschiedlichen Ausprägung von Mathematik in spezifischen philosophischen, historischen, kulturellen, geschlechtsspezifischen Kontexten für den Mathematikunterricht unterschiedlicher Schulstufen und leiten daraus unterrichtliche Konsequenzen ab,
- kennen Methoden zur Stärkung der mathematischen Argumentationsfähigkeit und -bereitschaft von Schülerinnen und Schülern,
- reflektieren Motivationstheorien sachbezogen für das Fach Mathematik,
- übertragen formalisierte mathematische Inhalte sachgerecht in sprachliche Ausdrucksformen, erarbeiten mathematische Texte und setzen sie in adressatenbezogene Darstellungsformen um,
- transformieren umgangssprachliche Formulierungen mathematischer Sachverhalte in fachsprachliche Form, verstehen und beherrschen den Prozess der Formalisierung,
- kennen individuelle Unterschiede in der Art des Denkens sowie deren Auswirkungen auf mathematische Begriffsbildungen bei Schülerinnen und Schülern und nutzen sie für die Gestaltung von Lernprozessen.

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