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Verordnung über das Abendgymnasium und das Kolleg (VO-AK)
vom 2. Mai 2005 (Nds.GVBl. Nr.10/2005 S.130; SVBl. 6/2005 S.277), geändert durch VO v. 7.6.2011 (Nds.GVBl. Nr.12/2011 S.172; SVBl. 7/2011 S.220) und Art.4 der VO v. 5.10.2011 (Nds.GVBl. Nr.23/2011 S.335) - VORIS 22410)

Aufgrund des § 11 Abs. 9 in Verbindung mit § 13 Abs. 3 Satz 2, des § 13 Abs. 4 und des § 60 Abs. 1 Nrn. 1, 2 und 6 des Niedersächsischen Schulgesetzes (NSchG) in der Fassung vom 3.März 1998 (Nds.GVBl. S.137), zuletzt geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom 22.April 2005 (Nds.GVBl. S.110), wird verordnet:

§ 1
Geltungsbereich

Diese Verordnung gilt für den Vorkurs, die Einführungsphase und die Qualifikationsphase des Abendgymnasiums und des Kollegs.

§ 2
Organisation der Schule und Aufnahme in die Schule

(1) 1Die einjährige Einführungsphase und die zweijährige Qualifikationsphase des Abendgymnasiums und des Kollegs sind jeweils in Schulhalbjahre gegliedert. 2Die Schulen können Vorkurse einrichten, die am Abendgymnasium zwei Schulhalbjahre und am Kolleg ein Schulhalbjahr umfassen.

(2) Zum Besuch der Einführungsphase des Abendgymnasiums und des Kollegs ist berechtigt, wer

  1. eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine mindestens zweijährige Berufstätigkeit nachweisen kann,
  2. im ersten Halbjahr des Schuljahres, in dem die Aufnahme erfolgt, das 19. Lebensjahr vollendet und
  3. den Sekundarabschluss I - Realschulabschluss erworben oder einen Vorkurs nach § 9 erfolgreich abgeschlossen hat.

(3) Das Führen eines Familienhaushalts ist der Berufstätigkeit nach Absatz 2 Nr. 1 gleichgestellt.

(4) Eine durch Bescheinigung der Bundesagentur für Arbeit nachgewiesene Arbeitslosigkeit kann auf die Zeit der Berufstätigkeit nach Absatz 2 Nr. 1 angerechnet werden.

(5) Wer die Fachhochschulreife oder die Berechtigung zum Besuch der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe oder des Beruflichen Gymnasiums erworben hat und nach § 5 Abs. 2 und 4 nicht verpflichtet ist, am Unterricht in einer zweiten Fremdsprache teilzunehmen, kann unmittelbar in das erste Schulhalbjahr der Qualifikationsphase aufgenommen werden.

(6) Die Schulbehörde kann die Aufnahme auf Antrag der Schule in begründeten Fällen abweichend von den Absätzen 2 bis 5 zulassen.

§ 3
Verweildauer

(1) 1Der Besuch des Abendgymnasiums oder des Kollegs dauert mindestens zwei und höchstens vier Schuljahre, soweit in den Sätzen 2 bis 4 nichts Abweichendes bestimmt ist. 2Wer ohne Besuch der Einführungsphase in die Qualifikationsphase aufgenommen worden ist, kann höchstens drei Schuljahre lang im Abendgymnasium oder im Kolleg verweilen. 3Zur Wiederholung einer nicht bestandenen Abiturprüfung verlängert die Schule die Höchstzeit um ein Schuljahr. 4In Härtefällen, die die Schülerin oder der Schüler nicht zu vertreten hat, insbesondere bei längerem Unterrichtsversäumnis wegen Krankheit, kann die Schule eine weitere Verlängerung um ein weiteres Schuljahr zulassen.

(2) Wer nicht vor Ablauf der Höchstzeit nach Absatz 1 zur Abiturprüfung zugelassen worden ist, muss die Schule verlassen.

§ 4
Berufstätigkeit

1Der Unterricht des Abendgymnasiums wird während der Einführungsphase und des ersten Schulhalbjahres der Qualifikationsphase neben einer beruflichen Tätigkeit besucht. 2Tritt während des Schulbesuchs Arbeitslosigkeit ein, so steht dies dem Verbleib am Abendgymnasium nicht entgegen, wenn die Arbeitslosigkeit durch eine Bescheinigung der Bundesagentur für Arbeit nachgewiesen wird.

§ 5
Fremdsprachenverpflichtungen

(1) 1Wer in die Einführungsphase des Abendgymnasiums oder des Kollegs eintreten will, muss Kenntnisse in der Fremdsprache Englisch besitzen, die dem Anforderungsniveau des Sekundarabschlusses I - Hauptschulabschluss entsprechen. 2Wer die Sprachkenntnisse nach Satz 1 nicht besitzt, muss die Fremdsprache Englisch im Vorkurs (§ 9) belegt und mindestens mit ausreichenden Leistungen abgeschlossen haben.

(2) 1Wer bei der Aufnahme in die Einführungsphase Kenntnisse nachweist, die

  1. in einer ersten Fremdsprache mindestens den Anforderungen des Absatzes 1 Satz 1 entsprechen sowie
  2. in einer zweiten Fremdsprache mindestens dem Anforderungsniveau eines vierjährigen aufsteigenden Unterrichts entsprechen, wenn die Leistungen in dieser Fremdsprache am Ende des letzten Schuljahres mit mindestens „ausreichend” bewertet worden sind,

ist verpflichtet, in der Einführungsphase und in der Qualifikationsphase durchgehend am Unterricht in einer dieser Fremdsprachen teilzunehmen. 2Diese Teilnahmeverpflichtung entfällt, wenn eine weitere Fremdsprache gewählt wird und die Belegungsverpflichtungen nach Absatz 4 erfüllt werden.

(3) 1Wer bei der Aufnahme in die Einführungsphase Kenntnisse in der Fremdsprache Englisch auf dem Anforderungsniveau nach Absatz 1 Satz 1 nicht nachweist, aber am Vorkurs im Fach Englisch erfolgreich teilgenommen hat, ist verpflichtet, am Unterricht in der Fremdsprache Englisch in der Einführungs- und in der Qualifikationsphase durchgehend teilzunehmen. 2Dabei darf in der Qualifikationsphase kein Schulhalbjahr mit 0 Punkten abgeschlossen werden.

(4) 1Wer bei der Aufnahme in die Einführungsphase nicht Kenntnisse in einer zweiten Fremdsprache nach Absatz 2 Satz 1 Nr. 2 nachweist, muss vom Beginn der Einführungsphase an am Unterricht in einer zweiten Fremdsprache teilnehmen, und zwar

  1. bis zum Eintritt in die Qualifikationsphase im Umfang von mindestens zwölf Halbjahreswochenstunden, im Abendgymnasium unter Einschluss eines Schulhalbjahres im Vorkurs verteilt auf mindestens drei, im Kolleg verteilt auf mindestens zwei Schulhalbjahre, wobei in der Einführungsphase mindestens ausreichende Leistungen erreicht werden müssen, oder
  2. in der Einführungsphase und dem ersten Schuljahr der Qualifikationsphase im Umfang von mindestens sechzehn Halbjahreswochenstunden, wobei in den beiden Schulhalbjahren der Qualifikationsphase zusammen mindestens 10 Punkte, dabei im zweiten Schulhalbjahr mindestens 5 Punkte erreicht werden müssen, oder
  3. in der Einführungs- und Qualifikationsphase durchgehend, wobei in der Qualifikationsphase kein Schulhalbjahr mit 0 Punkten abgeschlossen werden darf.

2Außerdem ist in der Einführungsphase am Unterricht in der ersten Fremdsprache durchgehend teilzunehmen.

(5) Wer vor der Aufnahme in das Abendgymnasium oder das Kolleg eine ausländische Schule besucht hat, kann seine Verpflichtungen zur ersten oder zweiten Fremdsprache in einer von den Anforderungen der Absätze 1 bis 4 abweichenden Weise erfüllen, wenn in einer ersten oder zweiten Fremdsprache dadurch ein den Anforderungen der Absätze 1 bis 4 gleichwertiges Sprachniveau gewährleistet wird. 2Die Entscheidung trifft die Schule.

§ 6
Unterrichtsangebot

1Das Unterrichtsangebot muss an den Anforderungen der §§ 5, 9, 10 und 12 ausgerichtet sein und soll für die Schülerinnen und Schüler Wahlmöglichkeiten vorsehen. 2Die Schule stellt sicher, dass die Belegungsverpflichtungen erfüllt werden können. 3Ein Anspruch auf ein bestimmtes Angebot an Fächern und Schwerpunkten besteht nicht.

§ 7
Ergänzende Teilnahmepflicht

1Eine Teilnahmepflicht besteht auch für Unterricht, für den sich die Schülerin oder der Schüler über die Verpflichtungen und die Pflichtwochenstundenzahl hinaus angemeldet hat. 2In Ausnahmefällen kann die Schule von der Teilnahmepflicht befreien. 3Dieser Unterricht wird dann als „nicht teilgenommen” gewertet.

§ 8
Leistungsbewertung, Studienbuch, Versäumnis

(1) 1In jedem Fach wird die Leistung der Schülerin oder des Schülers je Schulhalbjahr mit einer Note der sechsstufigen Notenskala von sehr gut bis ungenügend bewertet. 2In der Qualifikationsphase werden je nach Notentendenz vergeben bei der

Note „sehr gut” 15, 14 oder 13 Punkte,
Note „gut” 12, 11 oder 10 Punkte,
Note „befriedigend” 9, 8 oder 7 Punkte,
Note „ausreichend” 6, 5 oder 4 Punkte,
Note „mangelhaft” 3, 2 oder 1 Punkt,
Note „ungenügend” 0 Punkte.

(2) Jede Schülerin und jeder Schüler führt ein Studienbuch, in das die Bewertungen von der Schule eingetragen werden.

(3) In jedem Schulhalbjahr sind in jedem Fach die Leistungen in den schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht, in der Facharbeit und bei der Mitarbeit im Unterricht unter Berücksichtigung der Unterrichtsziele und der Leistungsentwicklung der Schülerin oder des Schülers in einer Bewertung zusammenzufassen.

(4) 1Hat die Schülerin oder der Schüler aus einem selbst zu vertretenden Grund Unterricht versäumt und kann deshalb die Leistung in einem Fach nicht bewertet werden, so gilt der Unterricht als mit der Note „ungenügend” abgeschlossen. 2Ist der Grund nicht selbst zu vertreten, so steht die fehlende Möglichkeit der Bewertung in der Einführungsphase der Versetzung nicht entgegen, wenn die Konferenz eine erfolgreiche Mitarbeit im nächsthöheren Schuljahrgang erwartet; in der Qualifikationsphase wird der Unterricht als „nicht teilgenommen” gewertet.

§ 9
Vorkurs

(1) 1Der Unterricht im Vorkurs bereitet auf die Arbeitsweise in der Einführungs- und Qualifikationsphase vor und soll dazu beitragen, die Voraussetzungen für die Aufnahme in die Einführungsphase zu erfüllen. 2Der Unterricht im Vorkurs gliedert sich in Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlunterricht. 3Die Einzelheiten und der Unterrichtsumfang ergeben sich aus der Anlage 1. 4Wer lediglich die Voraussetzungen für die Aufnahme in die Einführungsphase in Bezug auf die zweite Fremdsprache nach § 5 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 erfüllen will, kann die Teilnahme auf den Unterricht in dieser Fremdsprache beschränken.

(2) In den Vorkurs kann aufgenommen werden, wer mindestens den Hauptschulabschluss oder einen gleichwertigen Abschluss erworben hat.

(3) 1Für jeden Vorkurs wird eine Vorkurskonferenz eingerichtet. 2Diese stellt fest, ob der Vorkurs erfolgreich abgeschlossen ist. 3Die Vorschriften des Ersten Abschnitts der Durchlässigkeits- und Versetzungsverordnung gelten für die Feststellung des erfolgreichen Abschlusses des Vorkurses, soweit in Absatz 4 nicht etwas Abweichendes bestimmt ist.

(4) Den Vorkurs hat erfolgreich abgeschlossen, wer

  1. in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik einen Notendurchschnitt von besser als 3,4 erreicht,
  2. in einer Fremdsprache, wenn diese neu zu erlernen ist, mindestens ausreichende Leistungen nachweist und
  3. in jedem der in den Nummern 1 und 2 genannten Fächer mindestens die Note ,ausreichend’ erhalten hat.

(5) Wer den Vorkurs nicht erfolgreich abgeschlossen hat, kann diesen einmal wiederholen.

§ 10
Organisation des Unterrichts und Teilnahmeverpflichtungen in der Einführungsphase

(1) 1Der Unterricht in der Einführungsphase gliedert sich in Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlunterricht. 2Die Fächer sind mit Ausnahme des Faches Sport Aufgabenfeldern zugeordnet. 3Die Einzelheiten und der Unterrichtsumfang ergeben sich aus den Anlagen 2 und 3 sowie aus Absatz 2.

(2) 1In der Einführungsphase werden zusätzlich Arbeitsgemeinschaften, Projekte und zusätzlicher Unterricht zum Ausgleich von Kenntnisdefiziten angeboten. 2An Kollegs, an denen Sport als Prüfungsfach gewählt werden kann, ist im zweiten Schulhalbjahr Unterricht in Sporttheorie anzubieten.

§ 11
Versetzung in die Qualifikationsphase

(1) 1Im Abendgymnasium und im Kolleg gelten die Vorschriften des Ersten Abschnitts der Durchlässigkeits- und Versetzungsverordnung für die Versetzung in die Qualifikationsphase nur insoweit, als in den Absätzen 2 und 3 nichts Abweichendes bestimmt ist. 2Grundlage für die Versetzungsentscheidung am Ende der Einführungsphase sind die Leistungen in allen belegten Fächern, ausgenommen in Sporttheorie. 3Bei einem Wechsel der Fächer ist die Beurteilung in dem Fach zugrunde zu legen, in das gewechselt worden ist.

(2) 1Versetzt wird, wer in den Fächern nach Absatz 1

  1. jeweils mindestens ausreichende Leistungen oder
  2. mangelhafte Leistungen in nur einem Fach und jeweils mindestens ausreichende Leistungen in allen anderen Fächern oder
  3. in dem Fall, dass eine erfolgreiche Mitarbeit in der Qualifikationsphase erwartet werden kann,
    a)
    mangelhafte Leistungen in zwei Fächern, darunter höchstens in einem der Fächer Deutsch, Mathematik und den Fremdsprachen, und mindestens befriedigende Leistungen in zwei Ausgleichsfächern oder
    b)
    ungenügende Leistungen in einem Fach, jedoch nicht in den Fächern Deutsch, Mathematik und den Fremdsprachen, und mindestens gute Leistungen in einem Ausgleichsfach oder befriedigende Leistungen in zwei Ausgleichsfächern

erbracht hat. 2Die Fächer Deutsch, Fremdsprachen und Mathematik können nur untereinander ausgeglichen werden.

(3) 1Der Schülerin oder dem Schüler, der oder dem die Versetzung in die Qualifikationsphase versagt worden ist, kann die Einführungsphase nur einmal wiederholen. 2In Härtefällen, die die Schülerin oder der Schüler nicht zu vertreten hat, kann die Schule Ausnahmen von Satz 1 zulassen.

§ 12
Organisation des Unterrichts in der Qualifikationsphase

(1) Die Schule stellt sicher, dass die Voraussetzungen für die Zulassung zur Abiturprüfung in der Qualifikationsphase erfüllt werden können.

(2) 1In der Qualifikationsphase entscheidet sich die Schülerin oder der Schüler im Rahmen des Angebots der Schule, und zwar

  1. am Abendgymnasium für
    a)
    den sprachlichen Schwerpunkt mit einer fortgeführten Fremdsprache und Deutsch,
    b)
    den gesellschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt mit Geschichte und einem der Fächer Deutsch, Fremdsprache oder Mathematik oder
    c)
    den naturwissenschaftlichen Schwerpunkt mit einer Naturwissenschaft und Mathematik
    und
  2. am Kolleg für
    a)
    den sprachlichen Schwerpunkt mit einer fortgeführten Fremdsprache und einer weiteren Fremdsprache oder mit einer fortgeführten Fremdsprache und Deutsch,
    b)
    den musisch-künstlerischen Schwerpunkt mit Musik und Deutsch oder mit Kunst und Deutsch,
    c)
    den gesellschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt mit Geschichte und einem weiteren Fach aus dem gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld oder
    d)
    den naturwissenschaftlichen Schwerpunkt mit zwei Naturwissenschaften oder mit einer Naturwissenschaft und Mathematik oder mit einer Naturwissenschaft und Informatik.

2Der Unterricht wird in Kern-, Schwerpunkt-, Ergänzungs- und Wahlfächern, im Kolleg zusätzlich im Seminarfach erteilt. 3Die Kennzeichnung der Fächer nach Satz 2, die Zuordnung der Fächer zu den Schwerpunkten sowie die Wochenstundenzahlen ergeben sich für das Abendgymnasium aus der Anlage 4 und für das Kolleg aus der Anlage 5. 4Der Unterricht wird in Schulhalbjahresabschnitten erteilt, die thematisch bestimmt sind. 5In den beiden Schwerpunktfächern und in dem von der Schule als drittes Prüfungsfach nach § 13 Abs. 4 bestimmten Fach wird der Unterricht auf erhöhtem Anforderungsniveau erteilt. 6In den Unterrichtshalbjahren müssen die Schülerinnen und Schüler am Abendgymnasium durchschnittlich mindestens 22, am Kolleg durchschnittlich mindestens 30 Wochenstunden belegen.

(3) Die Schule kann dem jeweiligen Schwerpunkt weitere Fächer zuordnen, die mit der Wahl des Schwerpunkts verbindlich zu belegen sind.

(4) 1Die Schule hat den sprachlichen und den naturwissenschaftlichen Schwerpunkt anzubieten; sie soll am Abendgymnasium außerdem den gesellschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt, am Kolleg außerdem den musisch-künstlerischen und den gesellschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt anbieten. 1Ein Schwerpunkt darf nur dann mehrfach eingerichtet werden, wenn die beiden Schwerpunkte nach Satz 1 Halbsatz 1 eingerichtet sind.

(5) 1Im Seminarfach am Kolleg stehen fachübergreifende und fächerverbindende Problemstellungen und die Einübung verschiedener Methoden im Vordergrund. 2Es sind verschiedene Arbeitsformen sowie Verfahren der Präsentation und der Erörterung von Ergebnissen anzuwenden. 3Fachübergreifende und fächerverbindende Themen- und Aufgabenstellungen werden von einem Fach oder mehreren Fächern der Anlage 5 ausgehend behandelt. 4Im Seminarfach wird von jeder Schülerin oder jedem Schüler in einem der Schulhalbjahre eine Facharbeit geschrieben.

§ 13
Aufgabenfelder, Prüfungsfächer

(1) 1Die Fächer sind gemäß den Anlagen 4 und 5

  1. dem sprachlich-literarisch-künstlerischen Aufgabenfeld (Aufgabenfeld A),
  2. dem gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld (Aufgabenfeld B) oder
  3. dem mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Aufgabenfeld (Aufgabenfeld C)

zugeordnet. 2Das Fach Sport und das Seminarfach sind keinem Aufgabenfeld zugeordnet.

(2) 1Für die Abiturprüfung sind fünf Prüfungsfächer als erstes, zweites, drittes, viertes und fünftes Prüfungsfach zu wählen. 2Es können nur Fächer gewählt werden, die vierstündig unterrichtet werden mit Ausnahme des vierten und des fünften Prüfungsfachs im Abendgymnasium; diese können, wenn es sich um Kernfächer handelt, auch dreistündig, und wenn es sich um andere Fächer handelt, auch drei- oder zweistündig unterrichtet werden. 3Im ersten bis vierten Prüfungsfach wird eine schriftliche, im fünften Prüfungsfach eine mündliche Abiturprüfung abgelegt. 4Die Fächer können nach Maßgabe der Absätze 3 bis 8 und der Anlage 6 im Rahmen des Angebots der Schule gewählt werden. 5Die Prüfungsfächer müssen vor dem Eintritt in die Qualifikationsphase gewählt und durchgehend belegt werden; davon kann die Schule in begründeten Fällen bei der Wähl des vierten und fünften Prüfungsfaches eine Ausnahme zulassen.

(3) Als erstes und zweites Prüfungsfach sind die beiden Schwerpunktfächer, im gesellschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt im Kolleg neben dem Schwerpunktfach Geschichte jedoch eines der Fächer Deutsch, fortgeführte Fremdsprache, Mathematik oder Naturwissenschaft zu wählen.

(4) Unter den fünf Prüfungsfächern müssen sein

  1. im Abendgymnasium
    a)
    aus jedem Aufgabenfeld mindestens ein Prüfungsfach,
    b)
    drei der vier Fächer Deutsch, Fremdsprache, Mathematik und Naturwissenschaft und
    c)
    das erste bis dritte Prüfungsfach mit erhöhtem Anforderungsniveau, wobei das dritte Prüfungsfach ein weiteres Fach nach Bestimmung der Schule ist,
  2. im Kolleg
    a)
    aus jedem Aufgabenfeld mindestens ein Prüfungsfach,
    b)
    zwei der drei Fächer Deutsch, Fremdsprache und Mathematik und
    c)
    das erste bis dritte Prüfungsfach mit erhöhtem Anforderungsniveau, wobei das dritte Prüfungsfach im gesellschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt das zweite Schwerpunktfach, in den übrigen Schwerpunkten ein weiteres Fach nach Bestimmung der Schule ist.

(5) Prüfungsfach kann nur ein Fach sein, in dem die Schülerin oder der Schüler mindestens ein Schulhalbjahr lang in der Einführungsphase am Unterricht teilgenommen hat; die Schule kann Ausnahmen zulassen.

(6) 1Sport kann als Prüfungsfach nur wählen, wer eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung vorgelegt hat. 2Tritt bis zum Ende des ersten Schuljahres der Qualifikationsphase Sportunfähigkeit ein, so ist anstelle von Sport ein anderes fünftes Prüfungsfach zu wählen. 3Wer Sport als Prüfungsfach wählt, muss im zweiten Schulhalbjahr der Einführungsphase sowie im ersten bis vierten Schulhalbjahr der Qualifikationsphase Unterricht belegen, der aus Sportpraxis und Sporttheorie besteht.

(7) Eine neu begonnene Fremdsprache kann als viertes oder fünftes Prüfungsfach nur gewählt werden, wenn es sich um eine Fremdsprache nach § 5 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 handelt.

(8) 1Im vierten Prüfungsfach tritt auf Verlangen des Prüflings an die Stelle der schriftlichen Abiturleistung eine besondere Lernleistung nach § 11 der Verordnung über die Abschlüsse in der gymnasialen Oberstufe, im Beruflichen Gymnasium, im Abendgymnasium und im Kolleg (AVO-GOBAK). 2Abweichend von Satz 1 und Absatz 2 Satz 3 kann im Abendgymnasium mit einer von der Schule beantragten Zustimmung der obersten Schulbehörde die besondere Lernleistung für alle Prüflinge an die Stelle der schriftlichen Abiturleistung im vierten Prüfungsfach treten.

(9) Prüfungsfachkombinationen, die im Abendgymnasium nach § 15 Abs. 5 AVO-GOBAK zu mehr als 24 und im Kolleg nach § 15 Abs. 7 AVO-GOBAK zu mehr als 32 in die Gesamtqualifikation einzubringenden Schulhalbjahresergebnissen führen, sind nicht zulässig.

§ 14
Belegungsverpflichtungen in der Qualifikationsphase

(1) 1Die Belegungsverpflichtungen in der Qualifikationsphase ergeben sich aus den Anlagen 4 und 5. 2Die Schülerinnen und Schüler haben im Durchschnitt mindestens 22 Wochenstunden am Abendgymnasium und 30 Wochenstunden am Kolleg zu belegen. 3Die Prüfungsfächer sind durchgehend zu belegen. 4Die Ergänzungsfächer sind vor Beginn eines jeden Schuljahres für die folgenden zwei Schulhalbjahre zu belegen. 5Die Wahlfächer sind jeweils mindestens für ein Schulhalbjahr zu belegen.

(2) Die Belegungsverpflichtung in einem Fach kann jeweils nur für ein Schulhalbjahr durch die Belegung eines polyvalenten Faches erfüllt werden; in derselben Naturwissenschaft kann diese für zwei Schulhalbjahre erfüllt werden.

(3) Unterricht aus Schulhalbjahren, in denen themengleich unterrichtet worden ist, kann nur einmal auf die Belegungsverpflichtungen angerechnet werden.

(4) Hat die Schülerin oder der Schüler Unterricht versäumt und kann die Leistung in einem Fach deshalb nicht bewertet werden oder wird eine Unterrichtsleistung mit „ungenügend” bewertet, so ist die Belegungsverpflichtung in diesem Fach nicht erfüllt.

§ 15
Freiwilliges Zurücktreten

(1) 1Wer die Einführungsphase nicht wiederholt hat, kann nach dem ersten Schulhalbjahr der Qualifikationsphase in das zweite Schulhalbjahr der Einführungsphase zurücktreten. 2Der Wiedereintritt in die Qualifikationsphase bedarf nicht einer erneuten Versetzungsentscheidung.

(2) In der Qualifikationsphase kann am Ende des zweiten Schulhalbjahres in das erste Schulhalbjahr oder am Ende des dritten Schulhalbjahres in das zweite Schulhalbjahr zurücktreten, wer die Abiturprüfung noch innerhalb der Verweildauer nach § 3 ablegen kann.

(3) 1Vor dem Zurücktreten erzielte Fachergebnisse werden nicht angerechnet. 2Aus dem Angebot der Schule können Prüfungsfächer und andere Fächer nach dem Zurücktreten neu gewählt werden.

(4) Absatz 3 gilt für die Wiederholung von Schulhalbjahren der Qualifikationsphase entsprechend.

§ 16
Abgangszeugnis

Wer die Schule vor der Zulassung zur Abiturprüfung verlässt, erhält ein Abgangszeugnis.

§ 17
Übergangsregelungen

(1) Genehmigungen für Prüfungsfächer, die Schulen vor dem 1.August 2005 erteilt worden sind, gelten bis auf Widerruf weiter.

(2) Für Schülerinnen und Schüler, die vor dem Schuljahr 2012/13 in das erste Schulhalbjahr der Qualifikationsphase eingetreten oder zurückgetreten sind, sind § 13 und die Anlage 4 in ihrer bis zum 31.Juli 2011 geltenden Fassung weiter anzuwenden.

§ 18
In-Kraft-Treten

(1) Diese Verordnung tritt am 1.August 2005 in Kraft.

(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung über das Abendgymnasium und das Kolleg vom 10.Juli 1998 (Nds.GVBl. S.570) außer Kraft.

[ alte Fassung ]

Anlage 1
( zu § 9 Abs. 1 Satz 3 )

Vorkurs

  Fächer Wochenstunden
Pflichtunterricht Deutsch 4 1)
Englisch 4 1)
zweite Fremdsprache 4 2)
Mathematik 4 1)
Wahlpflichtunterricht weitere Fächer
nach der Anlage 4
2 oder 4 3)
Wahlunterricht weitere Fächer
nach der Anlage 4
+ 4)
1) Die Schule kann die Wochenstunden für die drei Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik anders verteilen, wobei auf jedes Fach drei Wochenstunden entfallen müssen.
2) Die zweite Fremdsprache ist für ein Schulhalb- jahr zu belegen. Die Verpflichtung zur zweiten Fremdsprache entfällt, wenn nach § 5 Abs. 4 Satz 1 keine zweite Fremdsprache zu belegen ist.
3) Sofern nach § 5 Abs. 4 Satz 1 keine zweite Fremdsprache belegt werden muss, müssen Schülerinnen und Schüler am Kolleg im Umfang von insgesamt vier Wochenstunden ein weiteres Fach oder zwei weitere Fächer aus dem Angebot der Schule belegen.
4) Schülerinnen und Schüler des Abendgymna- siums müssen an insgesamt mindestens vierzehn Wochenstunden, Schülerinnen und Schüler des Kollegs an insgesamt mindestens zwanzig Wochenstunden Unterricht im Vorkurs teilnehmen. Vor Beginn eines Schulhalbjahres ist ein Wahlfach mindestens für ein Schulhalb- jahr zu belegen.

Anlage 2
( zu § 10 Abs. 1 Satz 3 )

Einführungsphase am Abendgymnasium

  Fächer Wochenstunden
Pflichtunterricht Deutsch 4
Englisch 1) 4
Mathematik 4
Wahlpflichtunterricht Politik-Wirtschaft, Geschichte oder Erdkunde 2) 2
eine Naturwissenschaft (Physik, Chemie oder Biologie) 2) 2
zweite Fremdsprache 4 3)
Wahlunterricht weitere Fächer nach der Anlage 6; Unterricht zum Ausgleich von Kenntnisdefiziten; Projekte; Arbeitsgemeinschaften - 4) 5)
1) Anstelle von Englisch kann eine andere erste Fremdsprache erlernt werden, wenn die oberste Schulbehörde dies auf Antrag der Schule zulässt.
2) Zu belegen ist eines der drei Fächer in beiden Schulhalbjahren oder es sind zwei der drei Fächer im halbjährigen Wechsel zu belegen.
3) Diese Verpflichtung entfällt, wenn nach § 5 Abs. 4 Satz 1 keine zweite Fremdsprache zu belegen ist.
4) Die Fächer sind zweistündig zu belegen, Fremdsprachen jedoch vierstündig. Unterricht zum Ausgleich von Kenntnisdefiziten und Projekte können auch dreistündig angeboten werden. Unterricht zum Ausgleich von Kenntnisdefiziten soll insbesondere für die Fächer Deutsch, Fremdsprachen und Mathematik angeboten werden. Arbeitsgemeinschaften sind einstündig anzubieten.
5) Vor Beginn eines Schulhalbjahres ist ein Wahlfach mindestens für ein Schulhalbjahr zu belegen.

Anlage 3
( zu § 10 Abs. 1 Satz 3 )

Einführungsphase am Kolleg

  Fächer Wochenstunden
Pflichtunterricht Deutsch 4
Englisch 1) 4
Mathematik 4
Kunst oder Musik 2) 2
Religion, Werte und Normen oder Philosophie 2
Wahlpflichtunterricht Politik-Wirtschaft, Geschichte, Erdkunde oder Wirtschaftslehre 4) 4
zwei Naturwissenschaften (Physik, Chemie oder Biologie) 4) 4
zweite Fremdsprache 4 oder 65)
Wahlunterricht weitere Fächer nach der Anlage 6; Unterricht zum Ausgleich von Kenntnisdefiziten; Projekte; Arbeitsgemeinschaften - 6) 7)
Sporttheorie 8) 2
1) Anstelle von Englisch kann eine andere erste Fremdsprache erlernt werden, wenn die oberste Schulbehörde dies auf Antrag der Schule zulässt.
2) Zu belegen ist eines der beiden Fächer in beiden Schulhalbjahren oder es sind die beiden Fächer im halbjährigen Wechsel zu belegen. Darstellendes Spiel kann anstelle eines der beiden Fächer belegt werden, sofern das Fach an der Schule durch die oberste Schulbehörde genehmigt worden ist.
3) Wer nicht Religion belegt, muss stattdessen Werte und Normen oder Philosophie belegen, sofern sich nicht aus § 128 NSchG anderes ergibt.
4) Die Fächer sind jeweils zweistündig zu belegen, und zwar zwei der Fächer in beiden Schulhalbjahren oder ein Fach in beiden Schulhalbjahren und zwei Fächer im halbjährigen Wechsel.
5) Eine zweite Fremdsprache nach § 5 Abs. 4 Satz 1 Nrn. 2 und 3 ist vierstündig, eine zweite Fremdsprache nach § 5 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 ist sechsstündig zu belegen.
6) Die Fächer sind zweistündig zu belegen, Fremdsprachen jedoch vierstündig. Unterricht zum Ausgleich von Kenntnisdefiziten und Projekte können auch dreistündig angeboten werden. Unterricht zum Ausgleich von Kenntnisdefiziten soll insbesondere für die Fächer Deutsch, Fremdsprachen und Mathematik angeboten werden. Arbeitsgemeinschaften sind einstündig anzubieten.
7) Vor Beginn eines Schulhalbjahres ist ein Wahlfach mindestens für ein Schulhalbjahr zu belegen.
8) Sport kann als fünftes Prüfungsfach nur gewählt werden, wenn im zweiten Schulhalbjahr zusätzlich zweistündiger Unterricht in Sporttheorie belegt wird.

Anlage 4
( zu § 12 Abs. 2 Satz 3 und § 14 Abs. 1 )

Qualifikationsphase des Abendgymnasiums:
Schwerpunkte und Unterrichtsfächer sowie Belegungsverpflichtungen 1)

  Sprachlicher Schwerpunkt Gesellschafts- wissenschaftlicher Schwerpunkt Naturwissenschaftlicher Schwerpunkt Wochen- stunden Schulhalb- jahre
fortgeführte Fremdsprache 2) Geschichte Naturwissenschaft 4 4
Deutsch Deutsch 3) Mathematik 4 4
  Fremdsprache 4) Fremdsprache 4) 4 4
Mathematik Mathematik Deutsch 4 4
Ergänzungsfächer Naturwissenschaft Naturwissenschaft   2 4
Geschichte 5)   Geschichte 5) 2 4
Wahlfächer weitere Fächer nach der Anlage 6 6)7) + +
______________
1) Auf § 13 Abs. 2 Satz 2 wird ebenso hingewiesen wie auf die zusätzlichen Belegungs- und Stundenverpflichtungen, die sich aus der Wahl eines Prüfungsfachs im gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld nach § 13 Abs. 4 Nr. 1 ergeben.
2) Die fortgeführte Fremdsprache muss als Prüfungsfach an der Schule genehmigt sein und der Unterricht muss in der Einführungsphase durchgehend belegt worden sein und in der Qualifikationsphase durchgehend belegt werden.
3) Deutsch kann als Schwerpunktfach durch eine fortgeführte Fremdsprache oder Mathematik ersetzt werden; die Belegungs- und Einbringungsverpflichtungen im Fach Deutsch bleiben hiervon unberührt.
4) Wenn die Belegungsverpflichtung mit einer neu begonnenen Fremdsprache erfüllt werden soll, muss es eine Fremdsprache nach § 5 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 sein.
5) Wenn ein anderes Fach aus dem gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld als Prüfungsfach gewählt wird; entfällt die Belegungsverpflichtung im Fach Geschichte.
6) 1Die Wahlmöglichkeiten richten sich nach dem Angebot der Schule. 2Wird ein Wahlfach als erstes, zweites oder drittes Prüfungsfach gewählt, so ist es nach § 13 Abs. 2 Satz 2 durchgehend vierstündig zu belegen. 3Wird ein Wahlfach als viertes oder fünftes Prüfungsfach gewählt, so ist es, wenn es sich um ein Kernfach handelt, durchgehend mindestens dreistündig, und wenn es sich um ein anderes Fach handelt, durchgehend mindestens zweistündig zu belegen. 4Eine Fremdsprache ist mindestens dreistündig zu belegen.
7) Je nach Auswahl des Schwerpunkts und der Prüfungsfächer sind weitere Fächer im Rahmen der Schülerpflichtstundenzahl nach § 12 Abs. 2 Satz 6 zu belegen.

Anlage 5
( zu § 12 Abs. 2 Satz 3 und § 14 Abs. 1 )

Qualifikationsphase des Kollegs:
Schwerpunkte und Unterrichtsfächer sowie Belegungsverpflichtungen1)

  Sprachlicher Schwerpunkt Musisch-künstlerischer Schwerpunkt Gesellschafts- wissenschaftlicher Schwerpunkt Naturwissenschaftlicher Schwerpunkt Wochen- stunden Schulhalb- jahre
Schwerpunktfächer fortgeführte Fremdsprache2)

Musik oder Kunst

Geschichte Naturwissenschaft 4 4
weitere Fremdsprache3) Deutsch4) Politik-Wirtschaft, Erdkunde, Wirtschaftslehre, Religion oder Philosophie weitere Naturwissenschaft 5) 4 4
Kernfächer Deutsch   Deutsch Deutsch 4 4
  Fremdsprache6) Fremdsprache6) Fremdsprache6) 4 4
Mathematik Mathematik Mathematik Mathematik 4 4
Ergänzungsfächer Kunst oder Musik Kunst oder Musik Kunst oder Musik Kunst oder Musik 2 2
Geschichte7) Geschichte7)   Geschichte7) 2 4
Religion, Werte und Normen oder Philosophie8) Religion, Werte und Normen oder Philosophie8) Religion, Werte und Normen oder Philosophie8) Religion, Werte und Normen oder Philosophie8) 2 2
Naturwissenschaft Naturwissenschaft Naturwissenschaft   2 4
Seminarfach Seminarfach Seminarfach Seminarfach 2 4
Wahlfächer weitere Fächer nach der Anlage 69) + +
______________________
1) Auf die zusätzlichen Belegungs- und Stundenverpflichtungen, die sich aus der Wahl eines Prüfungsfachs im gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld nach § 13 Abs. 4 Nr. 2 ergeben, wird hingewiesen.
2) Die fortgeführte Fremdsprache muss als Prüfungsfach an der Schule eingeführt sein und der Unterricht muss in der Einführungsphase durchgehend belegt worden sein.
3) Die weitere Fremdsprache kann als Schwerpunktfach durch das Fach Deutsch ersetzt werden; die Belegungs- und Einbringungsverpflichtungen in dieser Fremdsprache bleiben hiervon unberührt.
4) 1Deutsch kann durch das Fach Mathematik ersetzt werden. 2Wird das Fach Deutsch durch das Fach Mathematik ersetzt, so bleiben die Belegungs- und Einbringungsverpflichtungen im Fach Deutsch unberührt.
5) 1Die weitere Naturwissenschaft kann als Schwerpunktfach durch das Fach Mathematik oder Informatik ersetzt werden. 2Wird sie durch das Fach Mathematik ersetzt, so bleiben die Belegungs- und Einbringungsverpflichtungen in dieser Naturwissenschaft hiervon unberührt.
6) Wenn die Belegungsverpflichtung mit einer neu begonnenen Fremdsprache erfüllt werden soll, muss es eine Fremdsprache nach § 5 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 sein.
7) Wenn ein anderes Fach aus dem gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld als Prüfungsfach gewählt wird, entfällt die Belegungsverpflichtung in Geschichte.
8) 1Wer nicht Religion belegt, muss stattdessen Werte und Normen oder Philosophie belegen, wenn sich nicht aus § 128 Abs. 1 NSchG anderes ergibt. 2Wird Religionsunterricht der Religionsgemeinschaft, der die Schülerin oder der Schüler angehört, nicht angeboten und muss nach § 128 Abs. 1 NSchG an dessen statt keines der dort genannten Fächer gewählt werden, so ist ein anderes Fach, das nicht Prüfungsfach ist, aus dem gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld in einem Schuljahr zu belegen; dieses Fach kann auch Werte und Normen oder Philosophie sein.
9) 1Die Wahlmöglichkeiten richten sich nach dem Angebot der Schule. 2Wird ein Wahlfach als Prüfungsfach gewählt, so ist es vierstündig zu belegen; eine neu beginnende Fremdsprache ist immer vierstündig zu belegen. 3Je nach Wahl des Schwerpunkts und der Prüfungsfächer sind weitere Fächer im Rahmen der Schülerpflichtstundenzahl nach § 12 Abs. 2 Satz 6 zu belegen.

Anlage 6
( zu § 13 Abs. 2 Satz 4 )

Qualifikationsphase;
Zuordnung der Fächer zu den Aufgabenfeldern und Anforderungsniveau der Prüfungsfächer

Aufgaben- felder Fach wählbar als Prüfungsfach mit
erhöhtem Anforderungs- niveau grundlegendem Anforderungs- niveau
A Deutsch X X
Englisch X X
Französisch1) X X
Latein1) X X
weitere Fremdsprachen1) X X
Kunst2) X X
Musik2) X X
Darstellendes Spiel 3) - -
B Politik-Wirtschaft X X
Geschichte X X
Erdkunde X X
Religion2) X X
Philosophie1) X X
Rechtskunde1) X X
Pädagogik1) X X
Psychologie1) X X
Wirtschaftslehre1)2) X X
C Mathematik X X
Naturwissenschaften (Physik,Chemie,Biologie) X X
Informatik 4) X X
  Seminarfach - -
  Sport2)5) - X
______________________
1) Das Fach kann nur dann gewählt werden, wenn es als Prüfungsfach eingeführt und in der Einführungsphase mindestens ein Schulhalbjahr lang belegt worden ist; eine im Vorkurs oder in der Einführungsphase neu begonnene Fremdsprache kann nur als viertes oder fünftes Prüfungsfach gewählt werden.
2) Das Fach kann nur im Kolleg und nur dann gewählt werden, wenn es in der Einführungsphase mindestens ein Schulhalbjahr lang belegt worden ist.
3) Das Fach kann nur im Kolleg und nur dann belegt werden, wenn es an der Schule durch die oberste Schulbehörde genehmigt worden ist.
4) Das Fach kann als Prüfungsfach gewählt werden, wenn es als Prüfungsfach eingeführt und in der Einführungsphase mindestens ein Schulhalbjahr lang belegt worden ist.
5) Das Fach kann nur fünftes Prüfungsfach sein.
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